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Eilenburg Eilenburgerin hilft Menschen am Rand der Gesellschaft
Region Eilenburg Eilenburgerin hilft Menschen am Rand der Gesellschaft
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12:41 04.05.2016
Monika Neumann-Wächtler Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Das erste Mal sei sie „von oben“ gelobt worden. „Das tat so gut. Ich war völlig perplex“, staunt die Eilenburgerin Monika Neumann-Wächtler noch Tage danach. Wer die 73-Jährige für eine der ersten Urkunden anlässlich der Heinzelpreis-Premiere, mit dem in der Muldestadt jüngst ehrenamtliches Engagement gewürdigt wurde, auf den Schirm hatte, das wisse sie zwar nicht. „Ich möchte mich bei diesen Heinzelmännchen aber ganz herzlich bedanken“, sagt sie. Denn das Herz habe sie wohl am „rechten Fleck“, lobte Annett Krause, die Laudatorin aus dem Rathaus.

In der Stadtverwaltung, vermutet die Geehrte, habe sie inzwischen wohl auch damit überzeugt, dass auch anzuerkennen ist, wenn jemand immer wieder mal den Finger in diverse Wunden legt. Denn dafür ist die Wirtin stadtbekannt. In „Monis kleiner Oase“ kümmert sie sich zudem seit vielen Jahren um behinderte, arme und alleinstehende Menschen. Und ist viel unterwegs, um für ihre Schützlinge Probleme bei Behörden zu lösen, Wohnungen zu suchen oder finanzielle Angelegenheiten zu klären. Obwohl Neumann-Wächtler selbst gesundheitlich nicht mehr ganz fit ist, haben Sorgen und Nöte anderer oft Vorrang. So trägt die Einzelkämpferin, die nicht einem Verein angehört und damit nur wenig Hilfe erfährt, dazu bei, dass auch diejenigen ein wenig Glück erfahren, denen es an Zuspruch und menschlicher Nähe oft mangelt.

Seit vielen Jahren ist Monika Neumann-Wächtler, erinnert Krause, nicht nur Heiligabend Gastgeberin für alleinstehende, bedürftige Menschen. In diesem Jahr lud sie Bewohner der Wohnstätte der Lebenshilfe Eilenburg auch zu einem Frühlingsfest ein. Dem Stammgast der Einwohnerfragestunden des Stadtrates wurde bescheinigt, dass sie ihre Anliegen stets sachlich, aber auch bestimmt vorträgt: Ob es um illegale Müllablagerungen oder Probleme auf den Friedhöfen geht. „Somit bringt sie immer wieder die Verwaltung in Zugzwang und wir müssen handeln“, hob Annett Krause hervor. Das wäre schließlich nicht verkehrt. Im persönlichen Gespräch habe dann vieles geklärt werden können. Die Leiterin des städtischen Bürgerservice wünscht sich zudem noch „mehr Bürger in unserer Stadt, welche uneigennützig den Menschen am Rande der Gesellschaft helfen“.

Von Karin Rieck

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