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Eilenburg Eilenburgerin wird für ihr Engagement im Museumswesen gewürdigt
Region Eilenburg Eilenburgerin wird für ihr Engagement im Museumswesen gewürdigt
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09:00 11.12.2016
Als Naturparkführerin hat Birgit Rabe oft auch ein Spektiv dabei. ein sehr starkes Fernrohr auf einem Stativ, mit dem man gut Wildtiere beobachten kann. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Birgit Rabe hat nicht schlecht gestaunt, als jüngst ein Bote vom Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst vor ihrer Haustür stand, eine Urkunde und ein kleines Präsent dabei hatte. Denn die Einladung zur Festveranstaltung im Dresdner Hygiene-Museum, wo Staatsministerin Eva-Maria Stange (SPD) verdienstvolle Ehrenamtler mit Ehrenpreisen für ihr Engagement zur Förderung des sächsischen Museumswesens würdigte, musste die Eilenburgerin absagen. Für diesen Tag war bereits eine Geocaching-Tour bei der Naturparkführerin gebucht, die außerdem als Mitglied des Geschichts- und Museumsvereins Eilenburg für vielfältige Aktivitäten gut bekannt ist und geschätzt wird.

Verein sagt Dankeschön

Nun hat der Verein dafür gesorgt, dass die 53-Jährige, die sich seit mehr als zehn Jahren für regionale Historie und Natur ins Zeug legt, mit einer der höchsten Auszeichnungen im Museumsbereich ein Dankeschön erfährt. „Sie unterstützt maßgeblich die Arbeit des Stadtmuseums, engagiert sich nicht nur in den verschiedenen Arbeitsgruppen des Vereins, sondern ist an fast allen Projekten und Ausstellungsvorhaben des Museums beteiligt“, wird gewürdigt. Beispielsweise spiegeln sich Birgit Rabes Ideen und ihre Hilfe beim internationalen Museumstag, in der Museumsnacht, am Museumsstand beim Stadtfest, beim Tag des offenen Denkmals oder in der Veranstaltungsreihe „Sonntagsschule“. Sie recherchiert und forscht zur Stadtgeschichte. Aus ihrer Feder stammen zahlreiche regionalgeschichtliche Beiträge, darunter in dieser Zeitung und der vom Eilenburger Museumsverein herausgegebenen Periodika „Der Sorbenturm“.

„Sie ist immer zur Stelle, wenn Not am Mann ist. Sie springt ein, wenn museumspädagogische Projekte wegen Personalmangels zu scheitern drohen oder unterstützt Aktionen im historischen Gewand“, weiß des Museumsteam zu schätzen. Beliebt sind ihre Führungen auf dem Rundweg „Camera Historica“ durch Eilenburg. Vielfältige Weiterbildungen kommen darüber hinaus auch den freiberuflichen Aufgaben als zertifizierte Naturpark- und Landschaftsführerin zugute. „Ihre freundliche und fröhliche Art machen Themenwanderungen und Führungen – für alle Altersgruppen – sehr kurzweilig.“

Ein neues Projekt im Kopf

So können sich Heimat- und Naturfreunde noch in diesem Jahr am 19. Dezember mit Birgit Rabe und dem Stadtseniorenrat durch Eilenburg auf Banktour begeben und auch zwischen Weihnachten und Neujahr den Naturpark Dübener Heide erkunden. „Eine ganz andere Seite von Eilenburg will ich bei einer neuen Führung im nächsten Jahr zeigen“, macht die Wedelwitzerin neugierig. Was sie dazu bereits im Kopf hat, will sie rechtzeitig öffentlich machen. „Und auch damit der Stadt ein Stück von dem zurückgeben, was wir als Familie, zum Beispiel bei der Kinderbetreuung, einst bekamen.“ Dafür sei jetzt, da der Nachwuchs auf eigenen Füßen steht, mehr Zeit.

Von Karin Rieck

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