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Eilenburg Eilenburgs Bergfried kommt ans Licht
Region Eilenburg Eilenburgs Bergfried kommt ans Licht
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10:00 02.07.2016
Marco Rudolf (links) und Gerd Schumann von der Firma K & S bauen die Grundmauern des Bergfrieds wieder auf. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Die Pflasterfläche vor der Heinzelberge auf dem Burgberg schließt sich. Und derzeit kommt der Bergfried wieder ans Licht. Zumindest ein kleines Stück. Mitarbeiter der Firma K&S mauern Fundamente auf. „Ein schönes Projekt“, freut sich Polier Burkhard Heßler. Mittlerweile sind die Ziegelschichten fast auf die vorgesehenen 0,6 bis einen Meter gewachsen. „Zum Schluss kommt so eine Abdeckung drüber“, zeigt der Polier auf die gewölbte Krone der benachbarten, mit alten Ziegeln rekonstruierten Mauer.

Bei den Bergfriedfundamenten wird ebenfalls mit Ziegeln im alten Klosterformat gearbeitet. Diese sind aber neu hergestellt. Die Mauern sind mächtige 2,70 Meter dick. Über Jahrhunderte standen auf dem Burgberg neben dem Sorbenturm zwei mittelalterliche Burgtürme. Während der kleinere Mauerturm 2003 saniert werden konnte, war der große Bruder, der Begfried, 1972 in sich zusammengestürzt. Bewegungen des Untergrundes sollen die Ursache gewesen sein. Die Reste waren gesprengt und abgetragen worden. Nun hatten die Archäologen die Fundamente zwar im Vorfeld der Umgestaltung des Areals bereits freigelegt. Aber sie sollten wieder unter der Erde verschwinden, der Grundriss mit einer rot gesplitteten Fläche nur angedeutet werden. Zum Glück ergaben sich finanzielle Freiräume. Die Platzgestaltung kostet weniger als gedacht. So können die Kosten des Wiederaufbaus des Turmfragments in Höhe von 53 000 Euro aufgebracht werden. 85 Prozent der Summe kommen aus der Stadtsanierung, informiert die Stadtverwaltung.

Marco Rudolf (links) und Gerd Schumann von der Firma K&S bauen die Grundmauern des Bergfrieds wieder auf Quelle: Heike Liesaus

Bis Mitte Juli soll die Gestaltung des Umfeldes der Heinzelberge nun fertig sein. Auch vor Ovidio Tutone, seinen Sohn Gregor und Vito Perrera von der Falkenberger Firma Pflasterkunst liegen nur noch wenige Quadratmeter freie Fläche. Sie haben schwere Natursteinquader verlegt, die die Historie des Areals betonen. „Ich glaube, ich habe schon ganz Eilenburg gepflastert“, erklärt der Senior lachend. Fast immer, wenn bei Bauprojekten Flächen mit dem Naturmaterial kleinen oder größeren Formats zu belegen sind, sei er mit seinem Team gefragt. Natürlich nicht allein in der Muldestadt. „Das machen nicht viele. Da hat man kaum Konkurrenz“, erklärt der gebürtige Neapolitaner, der das Handwerk noch in seiner Heimat gelernt hat.

Ab Oktober soll noch ein weiteres, lang geplantes Projekt auf dem Burgberg Wirklichkeit werden: Ein Kräutergarten kommt hinter die historisch sanierte Mauer am neuen Nebengebäude der Pension Heinzelberge. Er wird öffentlich zugänglich sein. Bänke sollen dort zu Verweilen einladen.

Von Heike Liesaus

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