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Eilenburg Eilenburgs Burgberg duftet jetzt – Kinder eröffnen Kräutergarten
Region Eilenburg Eilenburgs Burgberg duftet jetzt – Kinder eröffnen Kräutergarten
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00:19 19.06.2017
Kinder der Grundschule cultus+, Mitglieder des Burgvereins und offizielle Gäste gehörten zu den ersten Besuchern des Kräutergartens. Quelle: Kathrin Kabelitz
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Eilenburg

Ist das Blattpetersilie? Oder Kerbel? Oder doch Koriander? Wer auf breiten Rollkies-Wegen entlang der Beete wandelt, kommt so manches Mal ins Grübeln. Kein Wunder, rund 40 verschiedene Kräuter sind auf zehn Beete verteilt – da müssen selbst passionierte Kleingärtner passen. In Sachen Beschilderung soll es noch eine Lösung geben, ist am Rande der Eröffnung des Kräutergartens auf dem Eilenburger Burgberg am Freitagnachmittag zu vernehmen.

Schauen und Riechen ja, ernten nein

Zum Schauen und Riechen gibt es ausreichend. Geerntet werden sollte nicht, damit sich möglichst viele möglichst lange an der grünen Pracht erfreuen können. Ralph Matzke vom Krostitzer Büro Grünplan führte die Gäste über das Gelände, bevor sich diese im Gebäude der Heinzelberge an Rosenblütenlimo, Kräuterbutter-Broten oder Holunderwasser, bereitet von Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung, stärken konnten.

In einem Raum der Heinzelberge haben Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung allerlei zum Essen und Trinken rund um das Thema Kräuter bereitet. Quelle: Kathrin Kabelitz

Ein gepflasterter Weg führt auf die zentrale Achse des Kräutergartens, die gleichzeitig die Symmetrieachse darstellt. Im westlichen Teil passiert der Betrachter zwei längliche Pflanzbeete zum Thema Heilkräuter. Scharfgarbe, Kamille, Ringelblume, Lavendel oder Salbei und noch viel mehr wachsen hier. Im östlichen Teil bildet ein Karree aus acht gewinkelten Pflanzbeeten mit Gewürz- und Teekräutern den Schwerpunkt des Gartens, für dessen Gestaltung die Wurzener Firma Galabau Ingenieur- und Landschaftsbauarbeiten übernahm. Dort sind auch mediterrane Sorten zu finden und einheimische Kräuter wie Schnittlauch oder Bohnenkraut. Ein Wasserhahn mit Schale dient zur Bewässerung. Den Garten umgibt die alte Burgmauer sowie eine Gabionenwand, in die rote Steine vom Schlosshof eingelassen sind. In den ersten drei Jahren wird der Thallwitzer Gartenbaubetrieb Dittrich die Pflege übernehmen. Danach, so Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos), sei eine ehrenamtliche Bewirtschaftung angedacht, die Schüler der Grundschule Berg und der evangelischen Grundschule cultus+ übernehmen könnten. „Und wer pflegt, darf sicher auch mal ernten“, fügt Petra Zimmermann vom Fachbereich Bau schmunzelnd hinzu.

Schüler der Evangelischen Grundschule cultus+ an einem der Kräuterbeete. . Quelle: Kathrin Kabelitz

Schon 2001 war der Kräutergarten geplant

Angedacht war dieses Projekt bereits in dem vom Stadtrat bestätigten Freianlagen-Konzept Burgberg 2001, musste aber wegen der Hangsanierung verschoben werden. Baustart für das rund 150 000 Euro teure Vorhaben war im Februar. 80 Prozent der Mittel kommen aus dem Europäischen Fonds für regionale Mittel, weitere zehn Prozent aus der Städtebaulichen Erneuerung von Bund und Land. Den Rest trägt die Stadt. Mit dem Kräutergarten ist ein weiterer Schritt bei der Gestaltung des Areals geschafft. „Als nächstes steht die Beschilderung an“, so Petra Zimmermann. Geplant sind zudem mehrere Sitzgelegenheiten.

Von Kathrin Kabelitz

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