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Eilenburg Eilenburgs Burgfreunde machen am Torhaus sauber
Region Eilenburg Eilenburgs Burgfreunde machen am Torhaus sauber
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09:31 24.10.2016
Der Regen machte nur einen kleinen Strich durch die Rechnung, denn die Burgfreunde sind hart im Nehmen . Der Hang hinter dem Haus wurde weiter beräumt, die dort liegenden Steine gesammelt. Quelle: Anke Herold
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Eilenburg

Festes Schuhwerk, Regenmantel, warm eingepackt und mit jeder Menge Enthusiasmus trafen sich am Samstagvormittag 21 Mitglieder des Eilenburger Burgvereins zu einem Arbeitseinsatz rund um ihr 2015 erworbenes Domizil – das Torhaus. Die Burgfreunde sind hart im Nehmen, trotz widriger Bedingungen kamen Motorsense, Baumschere und Co. zum Einsatz. Die Grünfläche hinter dem Gebäude wurde beräumt, Steine gesammelt und für spätere Gabionen zusammengetragen.

Eine Herausforderung war die Hangsicherung auf dem riesigen Außengelände. „Wir haben den zuständigen Stadtförster um Rat gefragt. Er hat uns Tipps gegeben, wie wir den Hang bei der Aufforstung richtig sichern können, ohne dass er abrutscht. Wir entfernen Unterholz und befreien die Bäume vom Totholz“, erklärte Ronald Horn, der die Arbeitseinsätze beim Verein koordiniert. „Wir werden uns jetzt monatlich treffen, um das Areal fertig zu bekommen. Dazu gehört auch die Aufforstung mit Obstbäumen. Die alten Sorten  sollen noch im Herbst gepflanzt werden“, blickt Horn voraus, während die Wege von Laub befreit, Müll entsorgt und die insgesamt sieben großen Eichenbänke gesäubert wurden.

Vereins-Chefin: Burgberg ist in diesem Jahr relativ sauber

Vereins-Chefin Steffi Schober zeigte zufrieden mit dem Zustand des Burgberges. „Die Zahl der Besucher hat zugenommen, der Dreck aber nicht. Darüber freuen wir uns. Während wir voriges Jahr hinter der Holzhütte noch Bauschutt wegräumen mussten, ist es diesmal nur bei Gras- und Laubentsorgung, offenbar von Gartenbesitzern, geblieben. Für uns ist das auch ein Zeichen, dass unsere ehrenamtliche Arbeit respektiert wird. Zudem haben wir auch den Sorbenturm und den Mauerturm aufgeräumt und winterfest gemacht. Wir hatten in der vergangenen Zeit viele Ausstellungen zu verschiedenen Themen und auch am Tag des offenen Denkmals haben wir uns präsentiert. Der Sorbenturm war von April bis Anfang Oktober“, schaut Schober zurück.

Burgverein zählt schon gut 90 Mitglieder

Die Burgfreunde freuen sich besonders darüber, dass dem Verein inzwischen gut 90 Mitglieder angehören. Zwei neue Burgfreunde halfen rund um das Torhaus mit. Seit Anfang Oktober gehören Susan Stein und Denny Fischer, die seit einem Jahr in Eilenburg wohnen, dazu. „Wir haben schon länger überlegt, uns in Eilenburg einem Verein anzuschließen“, erzählt die gebürtige Hallenserin. Auf einer Reise durch Dänemark stellten sie fest, dass die Kultur- und Geschichtspflege in diesem Land viel stärker im Bewusstsein der Menschen verankert ist, als in der Heimat. „Deshalb und weil ich mich für Frühgeschichte interessiere, haben wir uns für den Burgverein entschieden“, fügt ihr Lebenspartner hinzu. Beide sind sich einige, dass es wichtig ist, den Anschluss an die Wohnumgebung nicht zu verlieren und eine Gemeinschaft dieser Art sei dafür bestens geeignet. „Die Sitzungen, Lesungen, Ausstellungen und Veranstaltungen bringen die Menschen zusammen, hier wird aktiv etwas getan“, erklärten sie in einer kleinen Pause.

Angebote des Vereins stoßen auf große Resonanz

Die Aktivitäten des Burgvereins erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, auch dieses Resümee konnte werden. Die Kellerführungen, die Wolfgang Beuche durch die unterirdischen Kellerräume unternimmt, sind inzwischen immer mehr in den Fokus der Besucher gerückt. Nun warten die Mitglieder gespannt auf die Bewilligung der Fördermittel für den historischen Ausbau des Torhauses. Denn hier haben die Burgfreunde bereits ein Konzept, das die Historie des Schlossberg noch einmal mehr in die Öffentlichkeit rücken soll.

Von Anke Herold

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