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Eilenburg Eilenburgs Kitas sind voll belegt – Neubau lässt trotzdem auf sich warten
Region Eilenburg Eilenburgs Kitas sind voll belegt – Neubau lässt trotzdem auf sich warten
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00:36 15.10.2015
Zurzeit sind in den Eilenburger Kindertagesstätten mit Krippe, Kindergarten und Hort die 1252 Plätze ausgelastet. Quelle: dpa
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Eilenburg

Zurzeit werden hier etwa 150 Kinder betreut, ist von Annett Krause, Leiterin des Sachgebietes Bürgerservice im Eilenburger Rathaus, zu erfahren. Die Perspektive der Kapazitäten in den Kindertagesstätten der Muldestadt war dieser Tage Anlass für eine Anfrage im Stadtrat. Die LVZ hakte bei Annett Krause und ihren Mitarbeiterinnen im Kita-Bereich und Soziales, Barbara Zille und Birgit Illo, nach.

Zurzeit seien in den Eilenburger Kindertagesstätten mit Krippe, Kindergarten und Hort die 1252 Plätze ausgelastet, darunter in den Kindergärten 423 (Stadt 126, freie Träger 297) und im Hort 571 (Stadt 366, freie Träger 205). Freie Hortkapazitäten sind nur noch bei der Grundschule Cultus plus verfügbar. Die Nachfrage in den Kinderkrippen, wie erst jüngst berichtet, solle nunmehr mit weiteren Tagesmüttern entschärft werden, "Wir haben auf unseren Aufruf bereits Resonanz. Es sieht gut aus, dass daraus mit der Vorbereitungszeit von bis zu einem halben Jahr etwas werden könnte", zeigt sich Birgit Illo optimistisch. Interessenten, weiblich wie männlich, können mit der Rathausmitarbeiterin nach wie vor Kontakt aufnehmen. "Wir konnten den Bedarf bisher decken, wenn auch nicht immer in der Wunscheinrichtung", ergänzt Annett Krause. Auch für die Zukunft sei das möglich. Immer mal wieder kommunizierte "Wartelisten", vor allem zum Schuljahreswechsel, entsprächen nicht dem tatsächlichen Bedarf, weil Eltern sich gleichzeitig für mehrere Einrichtungen bewerben. "Wir haben dann aber immer einen Weg zum Ausgleich gefunden."

Langfristige Planungen für die Jahre 2016/17, die eigentlich für diese Jahre einen erneuten Geburtenknick durch die Abwanderung junger Frauen nach der Wende prophezeit haben, hätten sich nicht bestätigt. Mütter, die später ihre Kinder zur Welt bringen und sogenannte Patchwork-Beziehungen, die zunehmend bei einem neuen Partner auch neuen Nachwuchs zur Folge haben, werden als Ursache für diese Entwicklungen gesehen. Trotzdem hat die Stadtverwaltung, wie zu erfahren war, eine Vorbehaltsfläche für den Neubau einer Kindertagesstätte im Bereich der Friedrichshöhe im Stadtteil Berg im Auge. "Doch eine solche Millioneninvestition lohnt sich nur, wenn dafür auch der Bedarf wirklich vorhanden ist", so die Sachgebietsleiterin. Das werde jedes Jahr neu überprüft. Und daran würden auch Prognosen der Zuwanderung bislang nichts ändern. "Flüchtlingskinder werden nicht bevorzugt behandelt", betonten die Kolleginnen. Von 58 Kindern und Jugendlichen aus Asylbewerber-Familien, die in Eilenburg leben, erfüllen derzeit 43 die Schulpflicht. Mädchen und Jungen im Vorschulalter werden in den Kindertagesstätten "Bärchen" und "Bummi" betreut.

Auch die personelle Situation in den Kitas entspräche dem gültigen Schlüssel. Dieser beträgt laut Kindertagesstättengesetz in Sachsen in der Krippe 1/6, im Kindergarten 1/12,5 und im Hort 0,9/20.

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