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Eilenburg Eilenburgs Mitscherlich-Denkmal steht wieder im Stadtpark
Region Eilenburg Eilenburgs Mitscherlich-Denkmal steht wieder im Stadtpark
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00:34 14.05.2018
Das Mitscherlich-Denkmal im Eilenburger Stadtpark ist wieder saniert und steht an seinem vertrauten Platz.  Quelle: Bärbel Schumann
Eilenburg

Sturm Friederike hat dem Denkmal für Wilhelm Ferdinand Mitscherlich mächtig zugesetzt. In den letzten Wochen war es deshalb von seinem angestammten Platz im Eilenburger Stadtpark verschwunden und wurde stattdessen in der Werkstatt des Eilenburger Steinmetzbetriebes Heinitz wieder aufgearbeitet. Nun steht der Obelisk wieder in der grünen Oase – jenem Areal im Süden Eilenburgs, die die Einwohner Wilhelm Ferdinand Mitscherlich zu verdanken haben.

Geboren wurde dieser 1826 als einer von fünf Söhnen des Textilfabrikanten Mitscherlich. Der Industrielle, der in zweiter Generation später die Fabrik übernahm, war nicht nur Unternehmer. Wie schon seine Vorfahren war er sehr sozial eingestellt. Er engagierte sich nicht nur als Kirchenrat, sondern gilt auch auf vielen anderen Gebieten als Vorreiter und ist der Initiator zur Anlage des Stadtparks.

Mitscherlich gilt als Gründer des Eilenburger Stadtparks

Wilhelm Ferdinand Mitscherlich erkannte wie schon sein Vater, dass ein gutes Umfeld für seine Arbeiter dienlich ist und dazu die Natur gehört. Das veranlasste ihn dazu, das rund 120 000 Quadratmeter große einstige Sumpfland südlich Eilenburgs umzugestalten. Ihm kam dabei zugute, dass die Muldestadt 1870 an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde. Durch den Bau der Bahnhofsstraße und die Erschließung weiterer angrenzender Straßenzüge entstand bei ihm der Gedanke, das hier vorliegende Unland in einen Park für die Bürger umzugestalten. Ihm zu Ehren wurde nach seinem Tod 1895 ein Obelisk im Park aufgestellt, der an seine Verdienste erinnert.

Schon bei der Flut wurde das Mitscherlich-Denkmal beschädigt

„Bereits nach der Flut mussten Teile wie die Schrift des Mitscherlich-Denkmals erneuert werden“, erklärte Steinmetzmeister Andreas Heinitz. Als Friederike wütete, hinterließ der Sturm auch am Denkmal Spuren. Bei einem Baumumsturz wurde die Sockelplatte des Obelisken aus Cottaer Sandstein beschädigt. Das Denkmal wurde abgebaut und in der Werkstatt des Eilenburger Steinmetzmeisters aus einem Block ein Stück eingesetzt. Schlag für Schlag mit Muskelkraft wurde dabei gearbeitet und das Profil eingearbeitet. Außerdem wurden Obelisk und Sockel mit einer speziellen Lösung behandelt. Damit sind sie vor Verwitterung geschützt. Andreas Heinitz frischte auch die Schrift auf, so dass das Denkmal nach dem Aufstellen nun wieder in alter Schönheit an den Begründer des Stadtparks erinnert.

Von Bärbel Schumann

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