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Eilenburgs Radwege weisen gefährliche Stellen auf

Straßenverkehr Eilenburgs Radwege weisen gefährliche Stellen auf

Für Radfahrer gibt es in Eilenburg zwar gut ausgebaute Wege, aber auch etliche Hürden und Gefahrenstellen. Thomas Sigismund kennt sich damit aus. Er hält besonders die Bahnunterführung in Richtung Wedelwitz für gefährlich.

Eine Markierung auf der Mitte könnte die Unterführung in Richtung Wedelwitz sicherer machen, zeigt Thomas Sigismund.
 

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg.  Radfahrer in Eilenburg leben mitunter gefährlich. Zumindest an bestimmten Punkten. So das Urteil von Thomas Sigismund. Der 63-Jährige legt mit dem Zweirad jährlich zirka 6000 Kilometer zurück. Er lebt seine Passion nicht allein privat und in der Radsportabteilung des Freizeitsportvereins aus, sondern er setzt sich in Stadt- und Ortschaftsratssitzungen für Belange der Radfahrer ein. Besonders die Bahnunterführung zum Ortsteil Wedelwitz hält er für gefährlich.

Vor einigen Jahren gab es einen Unfall mit einem Schwerverletzten. „Er ist später an den Folgen verstorben. Sollte das nicht ein Grund sein, etwas zu ändern?“, fragt er. Die Besichtigung vor Ort zeigt: Die Trasse unter der Bahn ist breit und gut ausgebaut. Was soll hier nicht stimmen? Doch offenbar wissen auch die radelnden Verkehrsteilnehmer, dass gewisse Vorsicht angebracht ist: Bevor sie in den Tunnel fahren, wird geklingelt. Einer lässt als Warnung für Entgegenkommende gar einen martialischen Schrei hören. „Ich rufe auch laut, wenn ich mal mit dem Rennrad hier entlang fahre. Und ich halte mich weit rechts“, so der Freizeitsportler. Sein Vorschlag: Ein Mittelstreifen könnte gezogen werden. „Damit jeder weiß, dass er auf seiner Seite bleiben sollte. Und ein Verkehrsspiegel könnte zeigen, ob jemand entgegenkommt.“

Auch die Unterführung in Eilenburg-Ost zum Einkaufszentrum Schondorfer Mark sei keinesfalls ideal für die radelnden Nutzer. „Wie dort eine Lösung zur Entschärfung aussehen könnte, weiß ich auch nicht. Aber es gibt sicher eine“, erklärt der 63-Jährige.

Für eine besonders holprige Strecke im Eilenburger Osten ist in absehbarer Zeit Abhilfe in Sicht: An der Sprottaer Landstraße ist der Radweg derzeit kaum nutzbar und noch dazu von Autos zugeparkt. Ab Anfang Juli aber wird dort im Abschnitt zwischen der Dübener Landstraße bis einschließlich dem Einmündungsbereich August-Bebel-Straße bis November grundhaft ausgebaut.

„Wir haben hier in Eilenburg ganz gute, aber auch teils schlechte Radwege“, zieht Sigismund Bilanz. „In der Innenstadt ist schwer was zu machen. Mangelhaft sind aber vor allem Anschlüsse ins Umland, zum Beispiel aus Richtung Hohenprießnitz an der B 107 und dann weiter in Richtung Groitzsch und Kossen.“

Auf der anderen Seite der Mulde wird gerade mit einem zirka einen Kilometer langen Radweg-Stück der Weg in Richtung Rote Jahne auf Doberschützer Flur sicherer gemacht. „Das ist zu begrüßen“, stellt Sigismund fest. „Mir tut aber auch leid, wenn etwas Neues aufgebaut wird und letztlich nur gefährlichere Situationen entstehen.“ So hält er nach wie vor die Absperrung mit Traversen auf dem Radweg in Richtung Wölpern für suboptimal. Diese waren eingebaut worden, weil es an den Pollern mehrere Unfälle gegeben hatte. „Ich glaube nicht, dass sich dort noch etwas ändert. Ich fahre die Strecke monatlich zehnmal und ärgere mich immer wieder.“ Weil immer wieder Autofahrer über die Radfahrerbrücke wollen, muss eine Sperre sein. „Besser wäre eine Einengung, wo einfach nur ein Radler durchpasst“, unterstreicht Sigismund. „Es gibt auch Poller, die besser sichtbar sind. Und es lassen sich Warnmarkierungen auf der Fahrbahn anbringen.“

Von Heike Liesaus

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