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Eilenburg Eilenburgs Stadtpark als Puppenstube für Schmetterlinge
Region Eilenburg Eilenburgs Stadtpark als Puppenstube für Schmetterlinge
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13:20 20.05.2016
Daniel Thoms vom Bauhof Eilenburg lässt in der Fischeraue den Schmetterlingen einen Platz zum Leben. Quelle: Fotos: Landschaftspflegeverband/Dirk Hunger
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Eilenburg

Sachsen braucht mehr Puppenstuben – und Eilenburg liefert dafür nicht nur Beispiele, sondern ist mit grünem Herzen dabei. Für das Programm „Puppenstuben gesucht – blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ fällt am kommenden Mittwoch, ab 14 Uhr, im Eilenburger Stadtpark nach der erfolgreichen ersten Runde im vergangenen Jahr der offizielle Startschuss für die Neuauflage. Die Muldestadt will dabei ein Beispiel geben, wie die Artenvielfalt bei Schmetterlingen und Bienen erhöht beziehungsweise erhalten werden kann. Denn hier sind an verschiedenen Standorten, darunter im Stadtpark und in der Fischeraue, Wiesen vorgesehen, die durch eine spezielle Mahd – und diese auch nur zwei- bis dreimal pro Jahr – ökologische Funktionen erfüllen sollen.

Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt zelebriert gemeinsam mit den Kooperationspartnern beim Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft sowie dem Eilenburger Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) den Start in die Faltersaison 2016. Neben musikalischen Grüßen der Kreismusikschule wird die neue Schmetterlingsbestimmungs-App, die umgestaltete Website der Stiftung sowie neues Infomaterial zum Projekt präsentiert. Peter Solluntsch vom Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen, der seinen Sitz in Eilenburg hat, erklärt zudem den interessierten Naturfreunden, wie Schmetterlingswiesen dank entsprechender Streifenmahd funktionieren können.

Denn die bislang übliche Art und Weise der Grünflächenpflege führte europaweit zu einem drastischen Rückgang der Tagfalter. Die meisten Arten leben in gehölzfreien oder nur mit einzelnen Gehölzen bewachsenen Lebensräumen wie Wiesen, Trockenrasen, Waldlichtungen, Gehölz- und Wegrändern. Diese Wiesenart zu erhalten, bedeutet, sie zu beweiden oder zu mähen. Mit moderner Mahd-Technik, so mahnt die Stiftung, könnten große Flächen zwar an einem Tag komplett gekürzt werden. Doch würden dabei die meisten Entwicklungsstadien der Schmetterlinge vernichtet. „Dabei ließen sich die negativen Auswirkungen für Tagfalter reduzieren, indem man die Art und Weise der Mahd an deren Lebensgewohnheiten anpasst.“

Das Programm „Puppenstuben gesucht“ richtet sich als sachsenweite Mitmachaktion auch an Gartenfreunde, Großvermieter, Schulen, Kindergärten oder andere Nutzer von Grundstücken, auf denen wieder Schmetterlinge fliegen sollen. Und mit den Faltern werden auch andere Insekten wie beispielsweise Wildbienen und Heuschrecken zurückkommen. Bislang verzeichnet das Projekt über 60 registrierte Schmetterlingswiesen. Weitere Akteure sollen gewonnen werden.

Möchten Sie sich beteiligen? Für Fragen steht der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen (Dr.-Belian-Str. 4, 04838 Eilenburg, Tel. 03423 70973924) zur Verfügung, weitere Informationen im Internet unter www.schmetterlingswiesen.de

Von Karin Rieck

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