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Eilenburg Eilenburgs Straßennetz: Rollstuhlfahrer scheitern an zu hohen Bordsteinkanten
Region Eilenburg Eilenburgs Straßennetz: Rollstuhlfahrer scheitern an zu hohen Bordsteinkanten
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14:22 19.05.2015
Hinderlich: An der Fußgängerampel gibt es einen Absatz. Quelle: Heike Liesaus

"Das ist ganz furchtbar in Eilenburg", fasste Monika Neumann-Wächter ihre Eindrücke in der Bürgerfragestunde der jüngsten Ratssitzung zusammen. Gerade diejenigen, die aus eigener Kraft die Räder ihres Gefährts in Gang setzen wollen, scheitern zu oft an Straßenüberquerungen, stellte die Rentnerin fest, die selbst noch rüstig ist, aber Behinderte betreut. Sei denn bei der Höhe der Bordsteinkanten gar nicht an diese Probleme gedacht worden? Das wollte sie wissen und nannte die Fußgängerampel an der Torgauer Straße: "Mit dem Rollstuhl geht es dort nicht vorwärts. Sie müssen ihn umdrehen und rückwärts hochfahren." Die Kante ist dort zirka fünf Zentimeter hoch. Auch nahe der ehemaligen Post an der Bahnhofstraße gibt es noch solche Stellen, war von ihr zu erfahren.

Allerdings: Seit 1990 werde bei Baumaßnahmen auf abgesenkte Bordsteinkanten geachtet, erklärte Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) dazu. Bürger sollten Stellen, die Probleme machen, der Verwaltung mitteilen.

Normalerweise wurden wie beim Ausbau der Halleschen Straße die Übergänge im Rahmen eines ganzen Straßenprojekts behindertengerecht gestaltet. Doch in diesem Jahr gab es tatsächlich einige Fußwegübergänge, an denen Bordsteinkanten in einzelnen Maßnahmen abgesenkt wurden. Im Frühjahr des vorigen Jahres hatten Stadtseniorenrat und VdK-Sozialverband nach einem Rundgang kritische Punkte benannt, darunter auch Gully-Einläufe, die ungünstig im Bereich der Fußwege im Schnittgerinne eingebaut sind, sodass die Gitter eine Falle für Rollatoren-, Rollstuhl- und Kinderwagen-Räder darstellen.

An den Ecken Berg- und Weinbergstraße und Ferdinandstraße/westliche Ecke Mittelstraße sind indes Borde abgesenkt worden. Andere Hindernisse lassen sich nicht so leicht aus dem Weg räumen: Auf dem Fußweg dort kann jedenfalls kein Rolli-Fahrer um die Ecke biegen. Der Weg vor dem Haus ist zu schmal. Auch der Radfahrerübergang Mittelweg/Lilienstraße wurde vor einigen Monaten vom Bauhof eingeebnet.

Doch hohe Bordsteinkanten sind nicht nur auf Fußwegen für Rollis ein Hindernis. So ficht zum Beispiel ein Mörtitzer einen Dauerstreit mit der Stadtverwaltung aus. Er war mit seinem Rad über den hohen Absatz in der Lilienstraße gefahren. Speichen waren aus der Rad-Fassung gesprungen. Genau diese Stelle ist inzwischen umgebaut, aber der Ärger bleibt: Offenbar war vorher - auch wenn der Ausbau dort einige Jahre her ist - Pfusch abgenommen worden. Die Kosten für den Umbau hat nunmehr der Steuerzahler zu tragen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.10.2014
Von Heike Liesaus

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