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Eilenburg Eilenburgs Torhäuser gibt's im Modellbahn-Maßstab
Region Eilenburg Eilenburgs Torhäuser gibt's im Modellbahn-Maßstab
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00:46 04.09.2015
Die Gesimse werden angesetzt. Nachdem sich Mirko Hoffmann an die Gestalt der Torhäuser herantastete, stehen jetzt die "Mauern" des Torgauer Tors. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Mittlerweile hat er in seinem kleinen Bastelkeller die Mauern des Torhauses, in Form von weißen Polystyrol-Platten, hochgezogen. Der Kunststoff ist gängiges Bastel-Material für solche Miniaturbauten. Dabei war der Weg dahin für den 37-Jährigen weit genug. Für die ersten Entwürfe hatte er allein ein Aquarell-Bild der Hobby-Künstlerin Ilse Tauchnitz als Vorlage. Dank des Museumsleiters Andreas Flegel fand er dann eine etwas genauere Darstellung aus zeitgenössischer Sicht. "Das Torgauer Tor am Abend vor dem Abbruch", so der Titel. Aber auch dort hatte der Künstler die Maße natürlich nicht an die Hausmauern geschrieben. "Letztlich habe ich mich an der üblichen Durchfahrtsbreite solcher Torbögen orientiert", erklärt Hoffmann. Eine grobe Entwurfsskizze zeichnete er per Hand, dann wurde ein Pappmodell gebastelt, so dass ihm auffiel, dass er die Dachneigung nicht steil genug eingeplant hatte. Die Gesamthöhe stimmte erst nicht. Nun ist er zufrieden. Die Gesimse sind zurechtgeschnitten und werden an die Fassade geklebt. Für den Rahmen der Einfahrt hat er extra Sandstein vom Steinmetz Andreas Heinitz bekommen. Der Rest des Gebäudes darf natürlich nicht weiß bleiben. Die Farbgebung passiert am Ende im Airbrush-Verfahren.

Bei allem Enthusiasmus für alte Bauten und Stadtgeschichte: Dass die Eilenburger die Torhäuser bereits im 19. Jahrhundert abbrachen, wundert ihn nicht. Handel und Wandel passten nicht mehr durch diese Nadelöhre. "In Belgern steht noch so ein Stadttor. Das ist gerade mal 2,80 Meter hoch."

Seine Bauten gibt er für den Materialwert, zirka 32 Euro, ab. "Das ist schon in Ordnung. Ich will nichts dran verdienen", sagt er. Fünf Mal will er das Torgauer Tor bis Oktober bauen. Dann ist das Leipziger dran. Er hat sich vorgenommen, dass auch dieses noch vor Weihnachten fertig wird. Damit die Häuser rechtzeitig auf die Modelleisenbahnbretter kommen können. Lokalpatriotismus der speziellen Art. "Es gibt schon einige, die hätten gern noch das Rathaus und den Bahnhof", stellt er fest. Der Bastelkeller wird also auch künftig nicht ungenutzt bleiben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.09.2015
Heike Liesaus

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