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Eilenburg Eilenburgs Tourismus- und Gewerbe-Verein will mehr Mitsprachrecht
Region Eilenburg Eilenburgs Tourismus- und Gewerbe-Verein will mehr Mitsprachrecht
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07:00 01.04.2016
Der Tourismus- und Gewerbeverein will Eilenburg und den Handel und Wandel in der Stadt besser präsentieren. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Frühlingsstimmung macht sich breit beim Eilenburger Tourismus- und Gewerbeverein (TGV): Aber nicht nur weil das Frühlingsfest am 16. April auf dem Markt und in der Innenstadt ansteht. Bei der öffentlichen Sitzung des Vorstands war auch zu besprechen, wie Vereinsmitglieder weiter überregional für sich und die Stadt werben. Es ging ebenso um Defizite in der Arbeit als Interessenvertretung der Gewerbetreibenden und auch darum, dass es künftig Verstärkung durch ein Citymanagement geben könnte.

„Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Plakate gedruckt. Im Unterschied zum Herbstfest konnten andere Händler und Schausteller gewonnen werden“, zählte Matthias Röhrborn von der Eilenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft auf, die Marktbetreiberin ist. „Wichtig ist, dass wir TGV-Mitglieder künftig noch mehr einbeziehen“, so Holger Millemann, der Vorsitzende des Vereins. Beispiele wie die neue Kremsertour, die die Stadtführerin und der Telligmann-Pferdehof gemeinsam anbieten, gibt es aber schon.

Die Zahl der Mitglieder ist mit 28 zwar immer noch überschaubar, aber sie wächst. Jedenfalls wird es enger auf dem TGV-Flyer, auf dem sie sich präsentieren, stellte Franziska Trump von der Touristinfo fest. Dort liegt das Faltblatt aus, von dort aus wird es auch versendet. Die Auflage ist mittlerweile auch verbraucht. Nun soll eine kleine Broschüre erstellt werden.

Auch das Auftreten als Interessenvertretung ist zu verbessern, wurde in der Sitzung deutlich: Der Verein hat sich schließlich vor drei Jahren auch gegründet, um Ansprechpartner bei der Vorbereitung kommunaler Entscheidungen zu sein. „Ich hätte mir Gespräche zum Einzelhandelskonzept gewünscht“, erklärte Mathias Teuber von der Gaststätte „Parkhaus“. Dieses Konzept steht nun bereits zum Beschluss auf der Tagesordnung des Stadtrats am Montag. Bei einer extra von der Stadtverwaltung organisierten Versammlung war es vorgestellt worden, einige Händler waren dort und es gab auch Bedenken. Denn vor allem orientiert das Konzept auf die Ansiedlung des Edeka-Vollsortimenters an der Ziegelstraße. Eine Diskussion im Verein ist jedoch versäumt worden. Wenn es auch wenig wahrscheinlich ist, dass eine einheitliche Position gefunden worden wäre. Schließlich wurde schon im kurzen Gespräch bei dem Treffen eine ganze Meinungs-Bandbreite angeführt. Die reichte von Ablehnung des Vollsortimenter-Standorts wegen erneuter Flächenversiegelung bis hin zur vorbehaltlosen Begrüßung. „Eilenburg will damit auch seine Position als Mittelzentrum festigen“, verdeutlichte Claudia Scholeck von der Stadtverwaltung. Er habe Gespräche zu diesem Thema, unter anderem mit dem Oberbürgermeister, geführt, erklärte Holger Millemann. Aber dabei habe er nun vor allem seine persönliche Meinung eingebracht, räumte er ein. „Wir müssen da wohl besser werden. Verstärkt unsere Mitglieder fragen, aber auch darauf drängen, dass unsere Mitglieder bei Versammlungen, in denen solche Konzepte vorgestellt werden, dabei sind.“

Aufbruchstimmung könnte auch ein City-Management in den Handel und Wandel der Stadt bringen. Eine solche Innenstadtkoordinatorin gab es schon einmal für einige Jahre in der Stadt. Die Stelle konnte nicht mehr erhalten werden, als die Förderung dafür ausliefen. Nun könnte es neue Möglichkeiten über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung geben. Dieser Tage will Holger Millemann Näheres mit der Stadtverwaltung besprechen.

Von Heike Liesaus

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