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Eilenburgs ehemaliger Oberbürgermeister Wacker schreibt sich ins Ehrenbuch ein

Rathaus Eilenburgs ehemaliger Oberbürgermeister Wacker schreibt sich ins Ehrenbuch ein

Vor fast genau einem Jahr übergab er die Amtskette an seinen Nachfolger Ralf Scheler. Nun hat sich Eilenburgs ehemaliger Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) ins Ehrenbuch der Stadt eingetragen. Dabei kehrte der 60-Jährige noch einmal in das Zimmer im Rathaus zurück, wo er 21 Jahre lang seinen Arbeitsplatz hatte.

Hubertus Wacker (links) mit dem heute amtierenden Oberbürgermeisters Ralf Scheler.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Er ist noch einmal in das Rathaus-Zimmer mit der Eichentäfelung zurückgekehrt, wo er 21 Jahre lang seinen Arbeitsplatz hatte: Eilenburgs einstiger Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) hat sich am Dienstag ins Ehrenbuch der Stadt eingetragen. Als Axel Bobbe, Leiter der Landestalsperrenverwaltung, seine Unterschrift auf den vorigen Seiten platzierte, war Wacker noch derjenige, der das Ritual begleitete.

„Es ist mir eine Ehre, dass ich wegen des Eintrags gefragt wurde“, sagte der 60-Jährige, doch er gab auch zu, dass es für ihn durchaus ein merkwürdiges Gefühl ist, sich als Ruheständler durchs Rathaus zu bewegen. „Aber das möchte schon so sein, nach 21 Jahren.“ Allerdings zieht er konsequent durch, was er vor dem Abschied angekündigt hatte: Sich nicht ins Tun des Nachfolgers einzumischen. „Wenn ich Fragen habe, dann rufe ich an und wir reden. Das kann ein, zwei Mal im Monat sein, oder auch nicht“, erzählte Ralf Scheler (52, parteilos), das amtierende Stadtoberhaupt.

Der Wackersche Werdegang

In der Laudatio, die dem Ehrenbuch-Eintrag jeweils vorangestellt ist, wird der Wackersche Werdegang gewürdigt: Die Lehre im Eilenburger Baustoffmaschinenwerk, sein Engagement in der damaligen und heute zu Eilenburg gehörenden Gemeinde Kospa-Pressen, das Amt als Bürgermeister dort. In dieser Zeit lief die Erschließung des Gewerbegebiets „Am Schanzberg“, die Ansiedlung der finnischen Papierfabrik. Schließlich kam die Anfrage, sich für die Bürgermeisterwahl in Eilenburg aufstellen zu lassen.

In Wackers Anfangsjahre als Mann an der Rathausspitze fiel die Bewältigung der Insolvenz des Eilenburger Chemiewerks, die mit einer Beschäftigungsförderungs-Gesellschaft abgefedert werden sollte, es folgte der Abriss von alten Anlagen, die Ansiedlungsbemühungen für Neues. Hervorgehoben wird vor allem der Hochwasserschutz: Den Termin für den ersten Spatenstich am 13. August 2002 hatte die Jahrhundertflut weggespült, aber dann war „dank seines Engagement und der beispielhaften Zusammenarbeit mit der Talsperrenmeisterei Eilenburg 2012 als erste Stadt Sachsens hochwassersicher“. Er habe im Jahr 1994, als er das erste Mal zum Eilenburger Bürgermeister gewählt wurde, „nicht überschauen können, was für eine Vielzahl an komplizierten Aufgaben vor mir stand“, so Wacker in seiner Erwiderung. Er erwähnt auch den Bau der Ortsumgehung Eilenburg, die neuen Stützmauern am Burgberg, verweist auf das kompetente Team im Rathaus, das ihm zur Seite stand.

Ein Bergrutsch, zwei Jahrhundertfluten

In seine Amtszeit fielen immerhin ein Bergrutsch, zwei Jahrhunderthochwasser, aber auch die 1050-Jahrfeier. „Es war schwer, die Gedanken zu 21 Jahren auf einer Dreiviertelseite zusammenzufassen“, sagt Wacker. „Allein davon, wie es kam Bürgermeisterkandidat zu werden, hätte ich schon einiges schreiben können.“ Trotzdem sei es für ihn keine Anregung, vielleicht die eigene Biografie zu verfassen. Aber die Kalender, die er über die Jahre aufbewahrt hat, wird er sich vielleicht vornehmen, um für sich nachzuvollziehen, wen er da wann und wo getroffen hat. Aber das wird voraussichtlich erst, wenn draußen nicht so viel zu tun ist.

Was macht er jetzt? Gibt’s neue Bauprojekte auf dem Grundstück? „Das weniger. Eher Nachbarschaftshilfe“, deutet er an. Im Wochenplan steht nun der Ausflug mit dem Enkel in den Saurierpark und der 39. Hochzeitstag. Ja, und er wird manchmal noch von Eilenburgern wegen städtischer Fragen angesprochen. Aber dann verweist er auf die Sprechtage im Rathaus.

Von Heike Liesaus

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