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Eilenburg Eilenburgs sieben wichtigste Vorhaben in diesem Jahr
Region Eilenburg Eilenburgs sieben wichtigste Vorhaben in diesem Jahr
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05:18 08.01.2019
Die Tschanter-Oberschule im Zentrum von Eilenburg wird erweitert. Quelle: Nico Fliegner
Eilenburg

Roter Hirsch, Edeka-Ansiedlung und Schulerweiterung: Das sind drei von sieben Punkten, die dieses Jahr auf der Agenda in Eilenburg stehen. Was im Jahr 2019 das Geschehen in der Stadt maßgeblich bestimmen und an welchen Stellen mit Nachdruck gearbeitet wird – hier ein Überblick.

Roter Hirsch wird bis Oktober umgebaut

Roter Hirsch: Die frühere Gaststätte Roter Hirsch in der Torgauer Straße soll bis Oktober umgebaut werden. Die Stadt will dort das bereits befindliche Museum und die Touristinformation zusammen mit der Stadtbibliothek unter einem Dach vereinen. Bis zum Frühjahr sollen die Bauaufträge vergeben werden. Im November soll die Bibliothek, die sich derzeit in der Dr.-Belian-Straße befindet, umziehen. Der Umbau des Gebäudes kostet rund eine halbe Million Euro. 275 000 Euro sind Fördermittel. Die Bibliothek habe dann auch sonntags geöffnet, sagte OBM Ralf Scheler (parteilos).

Der um 1562 errichtete Gasthof im Zentrum der Stadt zählt zu den bedeutendsten Renaissance-Bauwerken Eilenburgs. Im Oktober 1997 kaufte die Sparkasse die marode Immobilie und sanierte diese. Seit 2003 ist sie wieder zugänglich, beherbergte auch ein Lokal, das aber mangels Erfolg dicht machte. Die Stadt Eilenburg kaufte 2017 die Gaststätte von der Sparkasse Leipzig für 150 000 Euro.

Eilenburgs Tschanter-Oberschule soll erweitert werden

Tschanter-Oberschule: Weil die Schule in der Dorotheenstraße in Eilenburg-Mitte mit derzeit 620 Jungen und Mädchen aus allen Nähten platzt, soll sie erweitert werden. Dazu hatte die Stadtverwaltung bereits den benachbarten Kirchgarten erworben. Auf diesem soll jetzt ein separater Bau hochgezogen werden. Kosten: etwa zwei Millionen Euro. Im Oktober, so das Ziel der Stadtverwaltung, soll der Rohbau stehen. Die Schule war ursprünglich als dreizügige Bildungseinrichtung für 400 Schüler gebaut worden, wird aber schon seit einiger Zeit vier- beziehungsweise fünfzügig gefahren.

Spielplätze für mehrere Generationen geplant

Spielplätze: Aus „ausgewählten Spielplätzen in den Stadtteilen“, so OBM Scheler, will die Stadt in diesem Jahr Mehrgenerationenspielplätze machen und dafür neue Spielgeräte anschaffen. Die Gestaltung und Ausstattung soll auf die Bedürfnisse aller Generationen angepasst werden. Mehrgenerationenspielplätze zeichnen sich unter anderem durch viele Sitzgelegenheiten und Geräte aus, die auch Erwachsene nutzen können. Vorgesehen sind Ausgaben in Höhe von 22 000 Euro. Die Stadt Eilenburg verfügt über mehrere öffentliche Spielplätze in den Stadtteilen Ost, Berg und Mitte.

Ehemaliges Schulgebäude soll saniert werden

Multifunktionales Schulgebäude: Damit meint die Stadtverwaltung jenen Klinker-Bau in der Halleschen Straße im Stadtteil Berg, in dem sich einst die Tschanter-Schule befand. Geplant ist die Sanierung des Ostflügels sowie der Fassade im Westflügel. Auch neue Fenster sind vorgesehen. Die Planungen sollen in diesem Jahr beginnen, die Umsetzung wohl erst 2020 erfolgen. Dort wird dann der Hort der benachbarten Grundschule Berg untergebracht.

Schulerweiterung, Hirsch-Umbau und Edeka-Ansiedlung – das und mehr sind die wichtigsten Vorhaben für 2019 in Eilenburg.

Ziel: Bushaltestellen ohne Barrieren

Bushaltestellen: Die in der Hartmannstraße und Ostbahnhofstraße im Stadtteil Ost sowie eine in Behlitz werden barrierefrei ausgebaut. Die Bürger können dann unter anderem ebenerdig in den Bus einsteigen. „Wir haben zunehmend ältere Leute, für die ist das Ein- und Aussteigen noch an vielen Stellen beschwerlich“, sagte OBM Scheler. Deshalb wolle die Stadt ein Förderprogramm, bei dem es 90 Prozent Zuschuss gibt, für die Umgestaltung nutzen. Außerdem wird in diesem Jahr die Planung und Ausschreibung für die Umgestaltung der Bushaltestellen im Külz-Ring beginnen. Auch die werden barrierefrei und das gesamte Areal erneuert. Die Umsetzung sei dann für 2020 vorgesehen.

Baurecht für neuen Edeka-Markt schaffen

Edeka: Das Baurecht für den neuen Edeka-Markt auf dem 30 000 Quadratmeter großen Gelände gegenüber vom ehemaligen ECW-Verwaltungsgebäude soll bis Mai vorliegen. Baustart kann dann in diesem Jahr sein. Die Pläne sind seit Langem bekannt. Dass die Umsetzung dauert, hängt unter anderem mit gutachterlichen Stellungnahmen zusammen, die einen neuen Aufstellungsbeschluss zur Folge hatten. Laut Stadtverwaltung hält Edeka an seiner Investition in der Ziegelstraße fest. Geplant sind ein Lebensmittel-Vollsortimenter (3300 Quadratmeter Fläche) und ein Baumarkt mit Gartencenter (insgesamt 6800 Quadratmeter Fläche innen und außen). Die Investitionssumme liegt bei 13 Millionen Euro.

Wohngebiet im Eilenburger Osten geplant

Neues Wohngebiet: Auf einem rund 3,3 Hektar großen Gelände am Regenbogen im Eilenburger Osten soll ein neues Wohngebiet entstehen. Die Stadt will dafür die Planungen anschieben. Im alten Jahr äußerte sich der Stadtrat gegenüber diesem Vorhaben kritisch und sah diesbezüglich Diskussionsbedarf. Denn mit wachsenden Eigenheimstandorten müsse auch die Infrastruktur drumherum wachsen, sprich müssten Kita- und Schulplätze vorgehalten werden, lautete der Tenor.

Von Nico Fliegner

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