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Eilenburg Ein Halt für Klitzschen - Gemeinderat stärkt Ansinnen der Bürgerinitiative
Region Eilenburg Ein Halt für Klitzschen - Gemeinderat stärkt Ansinnen der Bürgerinitiative
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14:18 19.05.2015

Der Ratsbeschluss, das Anliegen der BI zu unterstützen, fiel am Dienstagabend einmütig. Seit Monaten ringen die Aktiven der Initiative, zu der sich fast 800 Bürger in dieser Region mit ihren Unterschriften bekannt haben, darum, den geschlossenen Bahnhof Klitzschen als Bedarfshalt im S-Bahn-Netz des Leipziger Umlandes wiederzubeleben (wir berichteten).

"Das lief besser als erwartet", freute sich Fritz Beck, Koordinator und Steuermann der BI, über das Votum des Rates. Er und BI-Sprecher Herold Fritzsche warben hier erneut für ihre Ziele, nachdem es zuletzt Anfang des Monats Gespräche in der Gemeindeverwaltung gegeben hatte. "Auch dem Landrat von Nordsachsen haben wir Mitte April unser Anliegen erläutert. Er will uns bei den Anträgen unterstützen. Dazu brauchen wir den Rückhalt der Gemeinde", appellierte Fritzsche an "Fairness, Weitblick und Solidarität für Klitzschen und Umgebung" sowie "eine bessere Anbindung des ländlichen Raumes an Leipzig", erntete dafür spontanen Beifall an den Rats-Tischen.

In der Beschlussvorlage wurde daran erinnert, dass der Haltepunkt Klitzschen bereits 2003 wegen der negativen Entwicklung der Ein- und Aussteigerzahlen durch den Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) eingestellt wurde. Genauso wie ein Ersatz-Busshuttle, den es bis 31. Mai 2004 gab. 2010 unternahm die Gemeindeverwaltung im Zuge des S-Bahn-Ausbaus erneut einen Vorstoß beim ZVNL zur Wiedereinrichtung des Haltepunktes Klitzschen. Die negativen Rahmenbedingungen seien unverändert, hieß es dort. Klitzschen wird im Bestandsregister der DB Netze als nicht zu erhaltende Station geführt. "Es gibt Aussagen zwischen 50 000 und eine halbe Millionen Euro Kosten für die Wiederaufnahme des Betriebes", so Beck. Die weder Landkreis noch Gemeinde stemmen können, hieß es in der Diskussion. Und die wohl auch der Abschreckung dienen. Genauso wie 1000 Ein- und Aussteiger pro Tag als Bedingung für eine Förderung, die in Mockrehna auch nicht erreicht würden, hieß es. Unverständnis wurde zudem geäußert, dass es im kleinen Pönitz bei Leipzig einen Bedarfshalt gibt, aber auf der längsten Strecke ohne Stopp zwischen Mockrehna und Torgau nicht. "Doberschütz verzeichnet jetzt mehr Fahrgäste als vorher. Alte Zahlen sind ungültig", so Claus Heinrichsen (FWG), der in der Verwaltung der Nachbargemeinde arbeitet.

Mockrehna will zunächst die Wiederaufnahme des Haltepunktes Klitzschen ins EBA-Verzeichnis beantragen. Alle Beteiligten sind sich bewusst, dass sie einen langen Atem benötigen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.05.2014
Karin Rieck

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