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Eilenburg Ein Jahr Kulturunternehmung als Kleeblatt
Region Eilenburg Ein Jahr Kulturunternehmung als Kleeblatt
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17:56 26.01.2010

. Seit einem Jahr besteht die Kulturunternehmung Eilenburg als Kleeblatt: Zum Bürgerhaus waren mit dem 1. Januar 2009 Schwimmhalle, Museum und Bibliothek in den städtischen Eigenbetrieb gekommen. Was hat’s gebracht? Heiko Leihe, der nicht allein Chef des Ganzen, sondern auch noch Leiter des Bürgermeisterbereichs im Rathaus ist, guckt zufrieden. Er sieht einen Erfolg für den Gesamtbetrieb, „obwohl ein gewisses Zittern im ersten Jahr objektiv vorhanden ist.“ „Wir hatten zum Beispiel zuerst Bedenken, dass wir die Vorgaben für die Schwimmhalle erreichen. Aber es kommt in etwa hin. Die Einnahmen sind da und die Ausgaben fielen sogar geringer aus.“ Immerhin erreiche diese Einrichtung einen Kostendeckungsgrad von über 50 Prozent. Das sei sehr gut für eine Schwimmhalle. Bei den Veranstaltungen konnte die Schwimmhalle ebenfalls zulegen. Das 24-Stunden-Schwimmen gab es zwar zum ersten Mal noch unter der alten Regie, doch bei der zweiten Ausgabe konnte es organisatorisch und finanziell auf neue Füße gestellt werden.  Inzwischen würden nun neue Produkte aufgelegt, wie das Baby-Schwimmen und Erwachsenen-Schwimmkurse.

 Der Tanztee sei der Renner im Bürgerhaus. Bei den zehn Veranstaltungen, die 2009 stattfanden, kamen insgesamt 1250 Gäste. 2008, als es genauso viele Events dieser Art gab, waren es 800. 54 Prozent mehr. Und für eine Nachmittagsveranstaltung seien diese Besucherzahlen absolut o.k.. Doch die absoluten Abräumer waren voriges Jahr die American Dream Men, die Männerstrip-Show. „Der Hammer. Der Saal voll besetzt mit Frauen“, erzählt der Bürgerhaus-Chef feixend.  Auf die Plätze verwiesen wurden Tom Pauls, die Ladiner mit ihrem Adventsfest der Berge, der Traumzauberbaum mit Lacki. Neu im Programm war die Sommerbühne. Und da sei der Schwedenkrimi als eine tolle Veranstaltung mit Anspruch zu nennen. Leider sei er nicht entsprechend angenommen worden. Auch beim 30er-Jahre-Ball wird überlegt, ob er noch einmal stattfindet. Die offene Bühne hat dagegen beste Chancen. Diese Auftrittmöglichkeit für junge Bands sei eine positive Überraschung gewesen. Mit der Party like a Rockstar, oder Jump on Tour hatten Veranstalter von außen junges Publikum ins Bürgerhaus gezogen.

Das Resümee fällt sehr bürgerhauslastig aus. „Hier finden täglich die größten Veränderungen statt, weil es immer andere Veranstaltungen gibt. Bei Bibliothek und Schwimmhalle ist das Aufgabenfeld abgegrenzter“, begründet Leihe die Konzentration. Im ersten Jahr sei es auch darauf angekommen, erst einmal Gemeinsamkeit aufzubauen, sich kennenzulernen. Auch beim Museum seien die Einnahmen 2009 höher ausgefallen, als geplant. Der gemeinsame Auftritt unterm Dach des Eigenbetriebes habe auch dort zu einer erhöhten Wahrnehmung geführt. Gerade in den vergangenen Wochen ist auch die Dauerausstellung erweitert worden. Vom Schwitzen, Schwimmen übers Lesen bis zu Konzert, Tanz und Tagungen. Insgesamt arbeiten für all das 18 Festangestellte und vier Auszubildende, davon drei in der Schwimmhalle und eine in der Bibliothek. In Vollzeit sind es 16,5 Stellen. Unterstützung für zusätzliche Arbeiten kommt über Bezieher von Kommunalkombi und Ein-Euro-Lohn-Kräften.

Mehr lesen Sie in der Kreiszeitung am 27. Januar, Seite 19

Heike Liesaus

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