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Eilenburg Ein Kinder-Beben
Region Eilenburg Ein Kinder-Beben
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14:39 14.04.2014
Stab-Artistin Michaela Fromm versucht, sich über das Seil zu winden. Gerald Voß steht bereit, um im Falle des Falles helfend einzugreifen. Quelle: Alexander Prautzsch
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Eilenburg

Der kann zwar auch nicht an der Uhr drehen, dafür mit ruhiger Stimme Mut zusprechen. „Das schaffst du schon." Natürlich schafft es Lilly und wird am Ende sogar Siebte in ihrer Altersklasse.

Dabei ist die junge Leichtathletin vom LAZ Leipzig in großer Gesellschaft. Um die 220 Nachwuchssportler ließen am Sonnabend das Ilburg-Stadion beben. Dorthin hatte der LC Eilenburger Land um Vizepräsident Voß zur 11. Auflage seines Zeit- und Kinderzehnkampfes geladen. Wer meint, in anderthalb Stunden zehn Disziplinen abzureißen, sei eine nicht ganz einfache Herausforderung, dem erklärt Max-Philipp Zürner entspannt. „Das haben wir früher in  30 Minuten weniger hingekriegt." MPZ weiß wovon er spricht, war selbst bis zu einer schweren Verletzung ein vielversprechender Leichtathlet, kennt die Eilenburger Zehnkampf-Variante aus eigener Erfahrung.

Eilenburg. Lilly läuft die Zeit davon. Von den 90 Minuten sind nur noch sieben übrig. „Aber ich muss noch zum Kugelstoßen und zum Stabhochsprung", sagt sie zu Gerald Voß.

Heute gehört er zu den 50 Helfern, die vermessen, Zeiten und Weiten notieren, auf jede Frage eine Antwort wissen und zum schönen Schluss Sieger ehren. Viele Sieger. Schließlich gehen die Talente zwischen 3 und 15 Jahren in 13 Altersklassen zu Werke. Während die einen hereinschnüffeln in die Leichtathletik, ist es für die anderen die erste Bewährungsprobe der Freiluftsaison. „Wir komme ich aus dem Winter raus? Bin ich fit?" Diese Fragen stellt Trainerin Ines Voß ihren Schützlingen und erhält viele erfreuliche Antworten. Selbst der in der Halle fast nie geübte Stabhochsprung bringt einige verblüffende Ergebnisse für die Gastgeber. Jessica Taychert, Paula Petersohn und Alexander Köhler queren die Latte bei 2,20 m. Das ist zwar noch nicht Bubka-verdächtig, aber „eine sehr, sehr starke Leistung", wie Ines Voß sagt. „Es hängt ganz viel von der Einstellung ab." Die scheint bei fast allen Mädels und Jungs zu passen. Bestmarken purzeln, Medaillen baumeln, Gesichter strahlen. Und Eltern kommen kaum raus aus dem Fotografieren und Anfeuern. Nur eines stimmte an diesem

Sonnentag nicht so ganz. Eigentlich wollten die Eilenburger die magische 300-Teilnehmer-Marke knacken.

Dieses Ziel erwies sich dann doch als überambitioniert. „Uns ist es nicht gelungen, neue Vereine zu rekrutieren", benannte Gerald Voß den Grund. Und so blieben die üblichen Verdächtigen aus Krostitz, Borna, Torgau oder Leipzig gemeinsam mit den Gastgebern weitgehend unter sich. Vielleicht rollt die große Welle ja im nächsten Jahr durchs Ilburg-Stadion.

Johannes David

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