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14:29 19.05.2015
Mario Gräfe, Jacqueline Zelle und Christian Hegholz sowie Susan und Gunther Kersten (von links) sind die Gastgeber des Nachbarbiers in Glaucha. Quelle: Heike Nyari

In einem würdigen Rahmen wurden Jaqueline Zelle und Mario Gräfe, Susan und Gunther Kersten sowie Christian Hegholz offiziell in die Reihen der Glauchaer Dorfgemeinschaft aufgenommen.

Jacqueline Zelle und Mario Gräfe, die sich auf einer Hochzeit in Liebertwolkwitz kennenlernten, leben seit September 2011 gemeinsam auf dem elterlichen Hof des jungen Mannes in Oberglaucha. Die 39-Jährige stammt aus Böhlitz-Ehrenberg, ist gelernte Einzelhandelskauffrau, arbeitet seit etwa 16 Jahren bei einer großen Schuhladen-Kette und ist heute Bezirksverkaufsleiterin. Mario erlernte das Schornsteinfegerhandwerk in Eilenburg und absolvierte neben seinem Job eine Meisterausbildung. Heute arbeitet der 37-Jährige in einem Kehrbezirk bei Grimma und Colditz. In seiner Freizeit ist er gern mit Freunden zusammen, spielt Skat und Doppelkopf und engagiert sich in der Bürgerinitiative "HQ 100". Außerdem ist er aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Glaucha.

Christian Hegholz, der in Arnsdorf und Eisenhüttenstadt aufwuchs, ist studierter Gartenbautechniker und ein naturverbundener Mann, dem die heimische Flora und Fauna am Herzen liegt. Der 51-Jährige betreut drei Biberreviere unweit von Ober- und Niederglaucha. Außerdem interessiert sich der Zugezogene für Mineralien und Gesteine. Seinen größten Kristall, seine Angelika, lernte er im Landhaus Böhm bei einem Weidenseminar kennen. Angelika Richter, die bereits nach Glaucha einnachbarte, stammt aus Delitzsch und arbeitet bei der Bildungsagentur in Leipzig.

Und dann sind da noch Susan und Gunther Kersten. Beide kauften im Februar 2013 ein Haus in Glaucha und sind somit ein Jahr im Dorf beheimatet. "Wir fühlen uns sehr wohl und freuen uns über eine wunderbare Gemeinschaft, die uns in ihre Mitte aufnahm", erzählt der mehrfache Familienvater. Rückblickend auf ein bewegtes Leben, in dem nicht alles glückte, schaut die Patchworkfamilie mit vier Kindern und einem Enkel auf eine schöne Zukunft. Gunther wuchs in Leipzig auf und ist gelernter Kfz- und Baumaschinenschlosser. Nach seiner Armeezeit war er als Schausteller unterwegs. "Meine Welt waren Karussells, Spielautomaten und ambulanter Handel", erzählt der Zugezogene, der 1994 in die Gastronomie wechselte. Doch leider kam der junge Mann vom rechten Weg ab. "Ich wurde verhaftet, verurteilt und saß meine Strafe im Gefängnis ab", bedauert Kersten heute sein Fehlverhalten. Bei einem Freigang lernte er im Februar 2000 Susan kennen, die bereit war, ihm in der schweren Zeit zur Seite zu stehen. Heute betreiben beide ein Unternehmen für Transporte und Dienstleistungen. In der Freizeit engagiert sich der Zugezogene in der Bürgerinitiative für den Hochwasserschutz und im Mai kandidiert er für den Ortschaftsrat. Außerdem ist der 46-Jährige der Vorsitzende der Schützenabteilung Bad Düben und trat kürzlich den Reihen der Feuerwehr Glaucha bei. Seine Leidenschaft gilt auch dem Fallschirmspringen und Tischtennisspiel.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.03.2014
Von Heike Nyari

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