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Eine Frage des Geldes: Friedhofspflege in Eilenburg immer wieder in der Kritik

Ordnung und Sauberkeit Eine Frage des Geldes: Friedhofspflege in Eilenburg immer wieder in der Kritik

Häufig gibt es Beschwerden, auf den Friedhöfen in Eilenburg sieht es unordentlich aus. Besonders im Herbst und Winter war das so. Eine Lösung wäre mehr Personaleinsatz. Doch der ist teuer. „Es gibt keine Friedhofswärter mehr wie früher, als fünf Gärtner für den Friedhofsbereich da waren. Denn das würde heute auch keiner mehr bezahlen wollen“, sagt der Stadtsprecher.

Der Stadtfriedhof in Eilenburg ist auch Grünzone.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. „Schauderhaft“ sieht es auf dem Stadtfriedhof aus, befand die Eilenburgerin Stephanie Riedl, die Anfang März dort zu Trauergästen einer Beerdigung gehörte. Gerade der Anblick der Grabanlage, auf der die Bestattung vollzogen wurde, erschütterte die Gäste: Altes Laub und herabgefallene dürre Äste dominierten den Anblick aber nicht allein dort, sondern überall auf dem Friedhof. Ähnliches Kritik wurde auch von Friedhofsbesucherinnen auf dem Friedhof Ost geäußert. Dieser Tage hat sich das Bild geändert. Die Farbe Grün dominiert. Das alte Laub ist weggeräumt. Auf der Grabanlage auf dem Stadtfriedhof haben die Rosen neues Laub angesetzt, stehen längst Frühlingssträuße statt alter Wintergestecke.

Es kann nicht alles sofort abgearbeitet werden

„Alles im Frühling wieder in Ordnung zu bringen, dauert. Auf den Friedhöfen fallen gerade nach der kalten Jahreszeit viele Gestecke an. Die dann manchmal tatsächlich die Aufnahmekapazität der aufgestellten Container überschreiten“, erklärte Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos). Er selbst habe sich die Situation eine Woche nach der Beschwerde angesehen. „Da war es schon besser.“ Auch dieser Tage zeigen sich die Abfall-Behälter weitgehend leer. Für Grünpflege und Straßenreinigung könne nur eine gewisse Kapazität an Mitarbeitern, die Angestellten der Stadtwirtschaft, vorgehalten werden. „Irgendwo muss jeweils mit der Reinigung angefangen werden“, merkt Heiko Leihe, im Rathaus verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit, an. Das bedeutet: Es kann nicht alles sofort abgearbeitet werden. „Was nicht heißt, dass die Situation nicht im Auge behalten wird. Es ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit“, erklärt Leihe. „Es wird versucht, das bedarfsgerecht zu machen. Aber es gibt keine Friedhofswärter mehr wie früher, als fünf Gärtner für den Friedhofsbereich da waren. Denn das würde heute auch keiner mehr bezahlen wollen.“

Vor Beerdigungen hinschauen

Doch ist damit das Umfeld bei einer Beerdigung würdig zu gestalten? Darum ging es Stefanie Riedl, die sich mit ihrem Urteil über den Anblick im März mit den anderen Trauer-Gästen in einer Linie sieht. „Kann das nicht wenigstens hergerichtet werden, wenn eine Beerdigung ansteht? Wenn ich’s vorher gewusst hätte. Ich wäre am liebsten selbst mit einem Laubbesen hingegangen.“

Von lis

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