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Eilenburg Einlaufkind beim Länderspiel: 13 Eilenburger waren mit dabei
Region Eilenburg Einlaufkind beim Länderspiel: 13 Eilenburger waren mit dabei
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12:12 14.10.2015
Der bisher größte Tag im Fußballer-Leben: Julian Stephan vom FCE (Sechster von links) kurz vor dem großen Augenblick mit den anderen Einlaufkindern, allesamt aus Vereinen der Region Leipzig. Quelle: Privat
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Leipzig/Eilenburg

Sie durften gleich drei Mal auf den heiligen Rasen im ehemaligen Zentralstadion und ließen das XXL-Banner des Sponsors am Mittelkreis im Wind wedeln. "Es hat alles sehr gut geklappt", war Co-Trainer Lars Möglich stolz. Zur Belohnung ging es nach dem Abpfiff in die heiligen Hallen: Ausflug in den Mannschaftsbus! Dort saßen Kapitän Hans Bechtloff und Co. dann auf den Plätzen, auf denen wenig später WM-Helden und Trainer-Star Joachim Löw zurück ins noble Westin-Hotel chauffiert worden. Die Nachwuchsspieler waren begeistert und schwärmten "von einem unglaublichen Erlebnis".

Noch näher dran war vom FCE nur Julian Stephan. Der Achtjährige – Enkel des Ex-Präsidenten Gerd Stephan – lief an der Hand des georgischen Nationalspielers Aleksandr Amisulashvili aus den Katakomben hinaus und bekam große Augen als die knapp 44.000 Zuschauer im ausverkauften Stadion die Hymnen trällerten. Noch größer fühlte sich nur der Moment an, als der kleine Fan von Manuel Neuer auf sein Idol traf. Nach dem Warmlaufen kam es in den Katakomben zu der Begegnung, von der der Mörtitzer seit Wochen geträumt hatte: Der Welttorhüter klatschte mit ihm ab. Und wie hat sich das angefühlt? "Nass", sprudelte es aus dem Blondschopf heraus. Fast eine Stunde durften Julian und die 21 anderen Einlaufkinder vor dem Anpfiff in den Katakomben des Stadion sein, kuschelten erst mit DFB-Maskottchen Paule und trauten ihren Augen nicht, als Jogi Löw plötzlich neben ihnen stand. Der Bundestrainer gönnte sich einen Kaffee, lachte mit den aufgeregten Kids, schüttelte jede Hand und erntete stauende Blicke. "War er das jetzt echt?!", fragte der sechsjährige Pepe vom 1. FC Lok Leipzig. Ja, dieser lockere, entspannte und adrette Mann war der Weltmeister-Macher. Was die Kinder da noch nicht ahnten, passierte wenige Minuten später. Die gesamte deutsche Mannschaft kam vom Aufwärmen zurück und lief an den Kindern, die sich beim Sächsischen Fußballverband beworben hatten, vorbei.

"Reuuussss, Müüüüllller, Neuuuuer" – es herrschte Kreischalarm, den man sonst nur von jungen Teenagern beim Justin-Bieber-Konzert vermutet. Jetzt schnell den Stift für ein Autogramm zücken? Nein! Das war strengstens verboten. Dann eben doch eine kurze Berührung und nie wieder Hände waschen. "Es war mein schönstes Fußballerlebnis. Irgendwie konnte ich es gar nicht glauben. Kurz bevor wir reingelaufen sind, habe ich Thomas Müller links neben mir entdeckt. Er hat gezwinkert", berichtet der E-Jugendspieler über sein einzigartiges Erlebnis und einen Traumtag, der mit einem 3:2-Sieg am Vormittag gegen den 1. FC Lok Leipzig in der Regional-Kreisoberliga begonnen hatte und mit einem Auftritt vor einem Millionenpublikum zu Ende ging.

Ein paar Tage vor dem großen Abend hatte ein Fernseh-Team in Eilenburg mit den Burschen ein paar Aufnahmen für einen TV-Bericht gedreht. Die "verewigten" Vorbereitungen reichten vom Stylen der Haare ala Reus und Co. bis zum Putzen der Fußballschuhe. Diese Mühen haben sicher mehr als gelohnt.

Rainer Kelch und Torsten Teichert

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