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Einrichtungen kritisieren Vandalismus und Dreck auf den Freiflächen

Schulhöfe in Eilenburg Einrichtungen kritisieren Vandalismus und Dreck auf den Freiflächen

Es ist ein Dauerthema, das jüngst auch in der Fragestunde bei Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler mit Grundschülern im Rathaus wieder eine Rolle spielte: Vandalismus auf Schulhöfen und in Schulgärten. Vor allem die Belian-Horträte fordern, den Hof und den Schulgarten nach Schulschluss zu sperren.

Julian David, stellv. Vorsitzende des Hortkinderrates, und die Vorsitzende Hanna Beyer ärgern sich über Vandalismus und Schmierereien an der Belian-Schule in Eilenburg.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Glasscherben und Zigarettenkippen auf dem Schulhof, Schäden an Bänken, Spielgeräten und in Schulgärten. Ein Dauerzustand im Umfeld von Eilenburgs Grundschulen. Der Belian-Hortkinderrat forderte die Stadtverwaltung schon mehrmals auf, den Hof an der Gustav-Raute-Straße für die Öffentlichkeit zu sperren. Hier gibt es unter den drei Eilenburger Grundschulen offenbar die größten Sorgen mit Ordnung und Sauberkeit nach Schulschluss. In der Fragestunde für Grundschüler jüngst bei Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) kam das Thema erneut auf den Tisch. Auch Grundschüler in Ost und auf dem Berg sprachen über Probleme.

Das Belian-Gelände in Mitte ist wie der Schulhof auf dem Berg wegen der teils mit öffentlichen Geldern geförderten Spielplätze für jedermann zugänglich. Die Liste der Schäden, die sich daraus ergibt, ist lang: So sind der Bauwagen, um den sich die Belian-Hortkinder bemüht hatten, und die Gerätehütte besprüht worden, Scheiben werden eingeworfen. Auch der Schulgarten ist immer wieder Ziel von Vandalen. „Jeden morgen, vor allem nach den Wochenenden, räumt der Hausmeister auf“, so Schulleiterin Evelin Wiesner, die sich wünschen würde, dass der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit untersagt wird. Mit Scherben von kaputten Bierflaschen und anderen Schäden plagt sich auch der Hausmeister auf dem Berg herum, ergänzt Schulleiterin Uta Scherbacher nach der Schülerfragestunde im Rathaus. Auch hier ist der Spielplatz nach 17 Uhr öffentlich und mutiere dann meist zum Treffpunkt für Jugendliche. Mit Rädern und Mopeds würden Rallyes gefahren, auch Polizeistreifen kamen schon vorbei. „Anwohner klingeln, wenn es laut wird, im Revier leider schon nicht mehr an, weil sie Konflikte fürchten.“ Von Bäumen, die Viertklässler zum Abschied gepflanzt haben, stünde keiner mehr.

Der Oberbürgermeister hält von einer Schließung der Schulhöfe Berg und Mitte nicht viel. Spielmöglichkeiten sollten für alle vorgehalten werden. Das Stadtoberhaupt hofft, die Probleme mit Appellen an die Vernunft, Gesprächen und Kontrollen lindern zu können. Ein kleiner Trost für die Belianer dürfte sein, dass er ihre Frage nach einem Ballfangzaun, weil die Bälle oft auf die Straße rollen, damit beantwortete, der Wunsch sei bekannt und an der Erfüllung werde gearbeitet.

Eine Sprecherin der Grundschule Ost verwies darauf, so die Stadtverwaltung nach der Fragestunde in einer Pressemitteilung, auch hier sei Müll auf dem Schulhof ein Problem. Der Schulgarten werde ebenfalls regelmäßig zerstört, wenn beim Spiel auf dem benachbarten Sportplatz der Ball im Garten landet. Ob die Bitte um neue Sitzmöglichkeiten hier, da diese beispielsweise für den Kunstunterricht nötig seien, erfüllt wird, blieb offen. Im Zuge der Planungen für den Hortneubau in Ost hofft das Schulteam, das Reparaturen oft aus dem eigenen Haushalt bestreitet, dass damit auch Belange von Ordnung und Sauberkeit im Umfeld sinnvoller geregelt werden. „Bei uns ist der Hof verschlossen. Wir haben bislang keinen Spielplatz“, so Schulleiterin Anke Tauchnitz. „Ein höherer Zaun zum Sportplatz könnte aber die Gefahr für den Schulgarten mindern.“

Ein Klassensprecher des Martin-Rinckart-Gymnasiums wollte schließlich wissen, ob ein Zebrastreifen in der Hochhausstraße den Weg für die Buskinder zur Torgauer Landstraße sicherer machen könne. Sport- sowie Sitzgelegenheiten im Außenbereich sind hier rar. Scheler erklärte, die Stadt wolle das Nachbargrundstück erwerben. Nach der Überplanung seien hier Sportmöglichkeiten und Haltenbuchten für Busse vorgesehen.

Von Karin Rieck

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