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Eilenburg Einwohner sanieren Friedhofsmauer
Region Eilenburg Einwohner sanieren Friedhofsmauer
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13:51 22.02.2018
Joachim Beil Joachim Beil zeigt eine besonders marode Stelle in der Luftmauer. Er wird den Aufbau der neuen Umzäunung des Friedhofs leiten. Quelle: Heike Liesaus
Battaune

Die Friedhofsmauer in Battaune ist baufällig. In Mitte der 1980er-Jahre gebaut, zeugt sie von der geringen Auswahl der Baustoffe. „Das sind ganz normale anderthalbformatige Kalksandsteine“, erklärt Joachim Beil (79), Battauner und Tiefbauingenieur in Rente. Die Ziegel wurden auf Lücke gesetzt. „Luftmauer nennt man das.“ Doch mittlerweile sind die Mörtelverbindungen brüchig. An einigen Stellen stehen die Steine nur noch lose übereinander.

Kritik an maroder Mauer

„Viele Bürger kritisieren den Zustand. Und das mit Recht.“ Beil wurde nun sogar schon von einigen Bauhandwerkern angesprochen. Sie wären bereit, unentgeltlich Arbeiten zu übernehmen. „Da fühlte ich mich gleich in alte Zeiten versetzt, in denen es üblich war, für die Gemeinschaft Leistungen zu erbringen, ohne sofort nach dem Lohn zu fragen.“ Selbst eine ältere Dame habe angekündigt, einen größeren Posten zu spenden. Zudem habe der Gemeindekirchenrat jeden zu erübrigenden Euro für diesen Zweck in die Friedhofskasse gesteckt. Selbst der Bürgermeister habe tatkräftige Hilfe zugesagt. „Es sind also viele Weichen gestellt, um das Projekt anzupacken“, sagt Beil, der sich gern dazu bereit erklärt hat, die Leitung zu übernehmen. Er hatte sich auch schon für die Renovierung der Kirche engagiert.

Abstimmungen mit Denkmalschutz

Auch diesmal sind die denkmalschützerischen Erfordernisse zu beachten. Erste Abstimmungen hätten schon zu weitgehenden Einigungen geführt: „Es wird einen durchgehenden Sockel und in gleichmäßigen Abständen Säulen geben. Dazwischen soll ein einfacher Holzzaun mit Holztor alles komplettieren. Wir gehen davon aus, dass so ein Holzzaun ohne Anstrich 25 Jahre hält“, schätzt Beil.

Trotz aller Ansparungen klafft immer noch ein Loch in der Finanzierung. Deshalb wollen nun Frauen aus der Kirchgemeinde mit dem Klingelbeutel durch den Ort gehen „Natürlich ist jede kleine Gabe willkommen, aber es ist doch besser, wenn es bei der Spende nicht nur klappert, sondern auch raschelt.“

Von Heike Liesaus

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