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Eilenburg Eltern genervt – Umbau der Kita Sprotta dauert zu lange
Region Eilenburg Eltern genervt – Umbau der Kita Sprotta dauert zu lange
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06:00 01.09.2017
In Sprotta-Siedlung werden die Autofahrer um Rücksicht auf die Kinder gebeten. Diese vermissen die Eltern bei den derzeitigen Umbauarbeiten der Kita Siedlerzwerge. Quelle: Ilka Fischer
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Sprotta-Siedlung

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Doch bei der Kita Siedlerzwerge, in welche die Gemeinde Doberschütz derzeit 40 000 Euro investiert, sind es ein paar mehr als üblich. Beim jüngsten Gemeinderat hatte Elternrat Jens Riedel jedenfalls nicht nur die Informationspolitik, sondern vor allem die einfach zu lange dauernden Bauarbeiten kritisiert. Ein Elternbrief, der der LVZ vorliegt, untermauert das noch einmal. Bei insgesamt nur vier Gruppenräumen sei einer seit inzwischen sieben Wochen nicht nutzbar, ein weiterer nur eingeschränkt. Die Kinder würden zudem über die Baustelle rennen, die Lautstärke sei nicht zumutbar.

Eltern zeigen sich auch kooperativ

Die Eltern der über 30 Kinder, die sich in den Sommerferien auch kooperativ zeigten, und ihre Kinder nicht oder nur verkürzt brachten, haben jedenfalls kein Verständnis dafür, dass der Einbau eines Blockheizkraftwerkes mit gleichzeitigem teilweisen Umbau der Sanitäranlagen so lange dauert. Geärgert hätten sie sich zudem über lapidare Äußerungen des Planers vor Ort, „dass man das nicht schneller schaffe“, oder „dass wegen des Mittagsschlafs der Kinder nicht länger gearbeitet werden könne“. „Hätte man da nicht im Vorfeld über einen früheren Arbeitsbeginn beziehungsweise Samstagsarbeit nachdenken können“, fragen sie.

Kritik teilweise nicht nachvollziehbar

Hinterher ist man immer schlauer. Gegenüber der LVZ war die Gemeinde im Juli jedenfalls noch von einer etwa vierwöchigen Bauzeit ausgegangen. Bauamtsleiter Claus Heinrichsen kann die Kritik trotzdem maximal nur teilweise nachvollziehen. Er gibt zu, dass man das Arbeiten auf so beengtem Raum sicher etwas unterschätzt habe. „Letztendlich konnte immer nur ein Mann vor Ort arbeiten.“ Doch schwerer wiege aus seiner Sicht, dass „wir es jeden gerecht machen wollten. Wir haben“, so sagt er rückblickend, „ hier vielleicht auch noch zu viele Änderungen während der Bauphase zugelassen.“

Ende der Woche soll Heizung laufen

Immerhin, ein Ende der Heizungs- und Sanitärbauarbeiten ist in Sicht. „Am Ende dieser Woche soll die neue Heizung in Betrieb gehen.“ Doch auch danach wird es Einschränkungen geben. „Wir haben im Haushalt der Gemeinde, unabhängig von den derzeitigen Arbeiten, auch Malerarbeiten als völlig separate Maßnahme eingeplant“, so Claus Heinrichsen. Er habe sich immer dagegen ausgesprochen, diese vor den derzeitigen Bauarbeiten zu tätigen. „Doch jetzt wollen wir das gleich im Anschluss durchziehen.“ Wie viele Tage diese konkret dauern, darauf will er sich nach den jetzigen Erfahrungen aber nicht mehr festlegen.

Von Ilka Fischer

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