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Eilenburg Energieversorger enviaM füllt die Doberschützer Gemeindekasse
Region Eilenburg Energieversorger enviaM füllt die Doberschützer Gemeindekasse
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00:16 02.02.2016
Jürgen Riedel (links), Leiter des Konzessionsmanagements, und Bürgermeister Roland Märtz bei der Vertragsunterzeichnung. Quelle: Heike Liesaus
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Doberschütz

Ausschreibung gewonnen: Der Energieversorger enviaM darf Straßen und Wege in der Gemeinde Doberschütz weiterhin nutzen, um dort die Stromleitungen zu verlegen und zu betreiben. Der Vertrag wurde jetzt unterschrieben. Bürgermeister Roland Märtz (CDU) freut das nicht allein wegen der Konzessionsabgabe in Höhe von 100 000 Euro. Insgesamt bringt das Unternehmen jährlich sogar zirka 165 000 Euro in den Gemeindehaushaushalt ein. Denn es kommen noch Gewinnausschüttungen dazu. Doberschütz gehört zu den 650 ostdeutschen Gemeinden, die insgesamt 41,4 Prozent der Anteile des Unternehmens halten. 58,4 Prozent gehören der RWE AG. „Damit ist das quasi auch unser Unternehmen“, stellte Märtz fest. Immerhin seien in der Region 3000 Menschen bei enviaM beschäftigt.

Doberschütz ist zudem die erste Gemeinde, deren Konzessionsvertrag 2020/21 auslaufen würde und die bereits eine vorfristige Ausschreibung anstrengte. Der Grund: Nach einer Gesetzesnovellierung im Jahr 1998 wurden die Konzessionen zu Hunderten neu ausgestellt und müssten in drei oder vier Jahren neu geschlossen werden. Es werde aber angestrebt, diesen Zeitraum zu entlasten, erklärte Jürgen Riedel, Leiter des enviaM-Konzessionsmanagements, bei der Unterzeichnung des Vertrages, der nun 2035 ausläuft.

Die Doberschützer Vorreiterrolle ist auch dem zusätzlichen Engagement des Bürgermeisters zuzuschreiben. Ein großer Teil der Gemeinden, die enviaM-Anteile halten, haben eine Anteils-GmbH zur Verwaltung der Aktien gegründet. Märtz ist Mitglied im Aufsichtsrat dieser Gesellschaft.

Im Fall von Doberschütz war der Energieversorger auch der einzige Bewerber für das Netz der ländlichen Gemeinde. Generell seien die dichteren Stromnetze härter umkämpft, erklärte Uwe Härling, Leiter der Netzregion Westsachsen. „Wir brauchen eine gesunde Mischung aus Städten und Gemeinden, damit eine preiswerte Versorgung gegeben ist. Dabei haben wir jedoch einen recht guten Stand.“

Von Heike Liesaus

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