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Eilenburg Enkel (67) des früheren Eilenburger Bürgermeisters Max Müller zu Gast
Region Eilenburg Enkel (67) des früheren Eilenburger Bürgermeisters Max Müller zu Gast
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15:00 11.06.2016
Besuch aus Neuseeland: Detlef und Carol Davies besuchen die Heimatstadt seiner Vorfahren. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Es kommt vor, dass Besuch vom anderen Ende der Welt im Eilenburger Museum ein- und ausgeht. So outet sich das Paar, dessen männlicher Teil mit dem Fotoapparat gut als Vertreter der Touristenspezies auszumachen war, als Neuseeländer mit Genen aus der Muldestadt: „Mein Großvater Max Müller war hier einmal Bürgermeister.“ Die Analen der Stadt weisen es aus. Von Mai 1945 bis April 1946 war der Rechtsanwalt, der der liberal-demokratischen Partei angehörte, von der amerikanischen Militäradministration als Übergangsbürgermeister eingesetzt.

Seine Tochter heiratete einen Engländer, siedelte in dessen Heimat über. Dort kam Detlef vor 67 Jahren zur Welt. Seine Frau Carol stammt aus Schottland. 2003 zog das Paar nach Neuseeland. Die beiden kümmern sich auch um Gäste. „Birders’ Rest, accommondation und birding“, steht auf der Visitenkarte, also „Unterkunft und Vogelbeobachtung“. „Das ist vor allem Hobby meiner Frau“, sagt Detlef Davies. Bei ihren geführten Touren auf den Spuren des National-Tieres, des flugunfähigen Kiwi, soll die Sichtungsquote sehr hoch sein. Auch von Detlef Davies gibt es eine Broschüre, die sich der Beobachtung von Seevögeln widmet.

Ihre Unterkunft hat nur zwei Fremdenzimmer. Gerade ist keine Saison, es ist Winter in Neuseeland. Die Tochter kümmert sich, während die Eltern sich für ihre Europa-Tour sieben Wochen Zeit nehmen: Verwandten-Besuche in Großbritannien, dann Finnland, mit dem Schiff Spitzbergen, mit dem Zug quer durch den Kontinent. „Hier, in Eilenburg, waren wir auf dem Friedhof, wo die Urne der Mutter neben ihrem Bruder beigesetzt ist, aber auch im Museum. Wir haben die Umgebung angesehen: Bad Düben, Wörlitz“, erzählt Detlef Davies. „Wir waren 1957 und 1962, also vor und nach dem Mauerbau, hier. Wie das möglich war? Vielleicht hat geholfen, dass der Großvater Bürgermeister war.“ 1990 und 2001 gab es weitere Besuche in der Muldestadt. „Es ist interessant, den Wandel zu sehen.“ Nächste Station auf dem Europa-Trip: Tschechien. Auch dort wollen die Neuseeländer Vögel beobachten.

Von Heike Liesaus

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