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Eilenburg Erinnerungen an einen Missionar
Region Eilenburg Erinnerungen an einen Missionar
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19:37 03.06.2010
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. Mit dieser Energie, die die Dorfgemeinschaft in den vergangenen Jahrzehnten entfaltet hat, gelang es beispielsweise, für die Renovierung des Innenraumes der Langenreichenbacher Kirche in diesem Jahr die notwendigen 50 000 Euro aufzubringen, darunter diverse Spenden. „Dann können wir hier wieder Konfirmandenjubiläen und vielleicht sogar Hochzeiten ausrichten", freute sich Galisch. Dann würde auch die

Patronatsloge des Gutsbesitzers wieder in Ordnung gebracht. Und ein weiteres interessantes Detail, von dem momentan gerahmte Bilder und Informationen an der Wand künden, bekäme wahrscheinlich einen ansprechenderen Hintergrund.

Mit Bild und kurzem Text ist da von Johann Gottlob Geißler zu erfahren, der 1830 in Langenreichenbach geboren und in der örtlichen Kirche getauft wurde. In Berlin erfuhr die örtliche Prominenz 1852 eine Ausbildung zum Handwerker-Missionar von Johannes Evangelista Gossner. Als Sprachforscher, Bibelübersetzer und Botschafter des Evangeliums wirkte er anschließend gemeinsam mit Karl Wilhelm Ottow, einem Luckenwalder, von 1855 bis 1869 im fernen Niederländisch-Neu-Guinea als Missionar und Sozialarbeiter unter Papua-Stämmen, die für ihren Kannibalismus bekannt waren. Ottow starb 1862 auf der Insel Manokwari. Geißler wollte 1870 in sein Elternhaus nach Probsthain bei Schildau, das zum gleichen Kirchspiel wie Langenreichenbach gehören, zurückkehren, verstarb auf dem Weg allerdings am 11. Juni 1870 in Siegen/Westfalen.

Bei einem Missionsfest am 3. und 4. Juli in Langenreichenbach, Probsthain und Schildau soll an den 180. Geburts- sowie den 140. Todestag Geißlers erinnert werden. Mehr über das Leben und Sterben der Missionare wird dann von Klaus Röber von der Gossner-Mission in Berlin erwartet. Im Internet ist zu erfahren, „dass die Gossner-Mission vor mehr als 170 Jahren das erste evangelische Krankenhaus in Berlin gründete und Missionare in die Welt sandte: Bauern und Handwerker, die die christliche Botschaft verkündeten, aber auch handfeste Hilfe brachten und für die Rechte der Armen stritten". Die Mission, die bis heute die Tradition ihres Gründers pflegt, versteht sich als unabhängiges Missionswerk, das von sieben Landeskirchen, Freunden und Gemeinden in Deutschland getragen wird. Sie ist heute in vier Ländern tätig. In Indien arbeitet sie mit ihrer Partnerkirche zusammen. In Nepal ist sie eine der Mitgliedsorganisationen der Vereinten Nepalmission. Die Arbeit mit Sambia begann mit der Hilfe für die zwangsumgesiedelten Tonga am Sambesi. Karin Rieck

Karin Rieck

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