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Eilenburg Erneute Diskussion ums Gut Pehritzsch - Räte kritisieren mangelnden Baufortschritt
Region Eilenburg Erneute Diskussion ums Gut Pehritzsch - Räte kritisieren mangelnden Baufortschritt
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06:00 07.06.2017
Die Mauer steht aus Denkmalschutzgründen, die Scheune dahinter nicht mehr. Doch oben liegen lockere Ziegel. Quelle: Heike Liesaus
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Pehritzsch

Gefühlt seit Jahrzehnten ist der Gutshof in der Pehritzscher Hauptstraße 20 immer wieder Anlass zur Diskussion im Jesewitzer Gemeinderat. Dabei sollte nach dem Besitzerwechsel doch alles anders werden. „Aber eigentlich müssten wir den Fußweg daneben sofort wieder sperren“, sagte Eberhard Haacke, stellvertretender Bürgermeister, in der Sitzung. Er hatte sich unmittelbar zuvor den Zustand noch einmal angesehen.

Dabei ging es beim Punkt auf der Tagesordnung nicht um die an den öffentlichen Weg grenzende Scheunenmauer, sondern um einen Antrag zur Sanierung und Umnutzung eines anderen Gutsgebäudes von der Schweine- zur Pferde- und Kleintierhaltung. Den lehnten die Räte dann mit acht Gegenstimmen und zwei Enthaltungen ab. Zwar mit dem Wissen, dass ihr Einvernehmen aufgrund des Baurechts vom Landratsamt „ersetzt“ wird, so hatte es Michael König, Vorsitzenden des Verwaltungsverbandes Eilenburg-West, erläutert. Aber es ging den Räten vor allem darum, ein Signal zu geben, dass sie mit den aktuellen Entwicklungen nicht einverstanden sind. „Warum ein Antrag für ein neues Gebäude? Sollen doch erstmal angefangene Projekte gebaut werden. Ich will da nicht zustimmen“, erklärte Holger Jost.

Lockere Ziegel überm Weg

Die Scheune neben dem Fußweg an der Hauptstraße hatte schon lange den Ärger verursacht. Weil immer wieder Ziegel herabfielen, war der Weg jahrelang gesperrt. Dann wurde die Scheune endlich vom neuen Besitzer abgerissen. Bis auf die Mauer, die aus Denkmalschutzgründen stehen blieb. Sie soll in die neue Reithalle mit Werkstatt fürs Reittherapie-Zentrum integriert werden. Diesem Bauantrag hatten die Räte vor reichlich einem halben Jahr befürwortet. Doch am großen Gebäudekomplex tut sich aus Sicht der meisten nichts. Und oben auf der Mauer liegen lockere Ziegel, die herabzufallen drohen, berichtete Haacke. „Wir müssen doch irgendetwas machen können. Warum sollen wir sonst hierher kommen?“, empörte sich vor allem der Pehritzscher Stefan Bär. Gemeindeverwaltung und Bauordnungsamt – alle würden nicht einschreiten, obwohl nun der Giebel eines weiteren Gebäude eingefallen und das Ganze nur mit einer davor gehängten Plan gesichert sei. „Und was ist denn mit dem Stall? Gibt es da Abstand, Hecken, Güllegruben?“ Der Hinweis darauf, dass für derlei Auflagen das Bauordnungsamt des Landratsamtes zuständig ist, besänftigte ihn nicht. Schließlich würden die betroffenen Anlieger auf ihn zukommen, die Pehritzscher auf die „Barrikaden gehen“.

Der Verwaltungs-Chef versprach, außerdem noch einmal mit einem entsprechendem Schreiben auf den Eigentümer zuzugehen, die Gefährdung für den Fußweg auszuräumen. Bisher habe er auf solche Hinweise reagiert.

Von Heike Liesaus

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