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Erste Jugendweihe-Feier des Jahres in Eilenburg

Erste Jugendweihe-Feier des Jahres in Eilenburg

Sie trugen ihre ersten Anzüge, Festkleider oder Hochsteckfrisuren: 26 junge Damen und Herren aus der Friedrich-Tschanter-Mittelschule gaben am Sonnabend morgens im Eilenburger Bürgerhaus den Auftakt für die Jugendweihen im Altkreis Delitzsch.

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Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster gratuliert den ersten Jugendweihe-Kandidaten des Jahres.

Quelle: Thomas Jentzsch

Eilenburg. Zur Krönungsouvertüre von Georg Friedrich Händel schritten sie in den Saal. Ebenso wie viele Eltern und Großeltern hatten auch zwei Klassenlehrerinnen ein Aha-Erlebnis: „Es ist toll, sie mal ganz anders zu sehen als sonst im Unterricht. Die Einladung kam zwar kurzfristig, aber ich finde schön, dass ich dabeisein kann“, sagte Cornelia Reichert, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Ingrid Lehmann in den Zuschauerreihen saß.

„Dieser Weg wird kein leichter sein“, zitierte Astrid Münster, die Bad Dübener Bürgermeisterin (Freie Wählergemeinschaft) in ihrer Festrede aus einem Lied von Xavier Naidoo. Das sei tatsächlich so, wisse sie aus eigener Anschauung. Ihre eigene Jugendweihe liege nun 23 Jahre zurück, erklärte die Enddreißigerin. Ihre erste Handlung nach der Feier sei gewesen, ein Zutritt-für-Eltern-und-Geschwister-verboten-Schild an ihr Zimmer zu hängen. Das Bestreben, Privatsphäre zu schützen, sei sicher eines der Anzeichen des Erwachsenwerdens. Nicht jeder dürfe in das innerste Innere schauen. Manche Sachen sollte auch der Partner oder die beste Freundin nicht unbedingt wissen. Der Kern sollte geschützt sein. „Manche treten dich, manche lieben dich, manche geben sich für dich auf“, zitierte sie Naidoo weiter. Zum Erwachsen werden gehöre zu unterscheiden, welche Menschen tatsächlich wohlgesonnen sind. „Bleibt Euch selbst treu“, denn der innerste Kern sei ein einzigartiger Edelstein, gab sie den Jugendweihe-Kandidaten, die wenig später von ihr die Urkunden überreicht bekamen, auf den Weg. Für die Bürgermeisterin war’s eine Premiere. Und ihr war vor allem wichtig, keine langatmige Politikerrede zu halten. „Zum Glück habe ich einen Sohn in dem Alter, der durfte sich die Rede schon mal anhören“, erzählte sie später. Vor allem bei den Eltern bedankten sich Franziska Heinrich und William Scholz aus den Reihen der Jugendweihe-Kandidaten in ihrer Dankesrede. Mit Songs von Holger Biege, Peter Maffay und Keimzeit rahmte das Leipziger Trio Permutatio die Feier. Die jungen Tänzerinnen vom Klub Alpha Sixty Nine brachten Bewegung auf die Bühne.

Erleichterung nach der ersten Feststunde des Jahres auch bei Marcel Lehmann, der sei Juli die Arbeit des Vereins für Jugendweihe und -arbeit im Raum Leipzig koordiniert. „Das ist doch gelungen. Ich war heute früh doch etwas nervös.“ Das Gefühl kannte Sophie Marie Misch, die mit Blümchen und Urkunde in der Hand im Arm ihrer Großmutter Ingrid Deutschmann lag. „Sie ist immer noch aufgeregt und jetzt will sie erstmal nach Hause“, sagte die 55-Jährige schmunzelnd. Denn der Tag startet sehr früh. Um sieben war Friseurtermin. Lisa Jahn dagegen freute sich auf die weiteren Feierlichkeiten: „Zuerst mit der Familie und abends mit den Freunden.“ Warum sie bei der Jugendweihe mitgemacht hat? – „Es ist Tradition“, so die Antwort. „Mit dieser Feier wird ja der Eintritt ins Erwachsenenleben irgendwie symbolisiert“, erklärte ihr Vater Klaus Jahn, während Großmutter Hannelore Bernhardt richtig stolz war, dass nun auch ihr jüngstes Enkelkind die Jugendweihe erreichte.

Bereits wenig später erlebten 36 Schüler der Mittelschule Taucha und der Eilenburger Förderschule an gleicher Stelle die Zeremonie. Am kommenden Sonnabend ist es für die Eilenburger und Tauchaer Gymnasiasten sowie für Mittelschüler aus Bad Düben soweit.

Heike Liesaus

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