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Erster Storch wieder in Hainichen

Rückkehrer Erster Storch wieder in Hainichen

Der erste Storch in der Region ist aus dem „Winterurlaub“ zurückgekehrt. Er wurde nun im Storchennest von Hainichen gesichtet. Das ist sehr zeitig, normalerweise sind die Störche ab Ende März im Anflug.

Der Storch ist wieder in Hainichen.

Quelle: Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen

Hainichen. Da ist er wieder! Meister Adebar hat samt Partnerin den Horst auf der Eisdiele „Am Storchennest“ in Hainichen bei Eilenburg bezogen und dürfte damit zumindest in den Altkreisen Delitzsch und Eilenburg in diesem Jahr der erste sein. Am 20. und 21. Februar seien die Tiere das erste Mal gesichtet worden, sagt Dieter Wend, Storchenbeauftragter in Nordsachsen. Das sei sehr zeitig, normalerweise seien die Störche ab Ende März im Anflug. Schon in den Vorjahren sei dieses Nest aber immer eines der ersten gewesen, das wieder bewohnt ist. Die Vermutung liege nahe, dass die Tiere als sogenannte Westzieher in Süddeutschland, Frankreich oder Spanien überwintern und gar nicht erst in weiter entfernter gelegene Regionen weiterziehen. Anders als im Raum Torgau, wo der Storchenbeauftragte Peter Solluntsch davon ausgeht, dass die ersten Rückkehrer in den nächsten 14 Tagen auftauchen. Die dortigen Störche seien Ostzieher, die südlich an der Sahara vorbei über Israel und die Türkei fliegen und deshalb länger brauchen. Auch aus der Oschatzer Region sind noch keine Meldungen über wieder belegte Storchenhorste bekannt.

Obwohl sich schon die ersten wärmenden Frühlingssonnen-Strahlen eingestellt hätten – die Möglichkeit, dass noch einmal Frost kommt, ist groß. „Temperaturen bis zu minus 10 Grad machen den Tieren aber nichts aus“, sagt Wend. Probleme gäbe es eher dann, wenn sie nichts zu fressen hätten.

Das Frühjahrs-Hochwasser in der vergangenen Woche aber entspanne die Situation in diesem Jahr schon jetzt merklich. „Das Hochwasser ist Gold wert für die Natur, die Wassersenken sind gut aufgefüllt, der Storch findet ausreichend Futter.“ Weil die Voraussetzungen schon jetzt besser sind als im Vorjahr, hofft Wendt auf ein gutes Storchen-Jahr.

Von Kathrin Kabelitz

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