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FC Eilenburg-Präsident Uwe Bergfeld im Interview

FC Eilenburg-Präsident Uwe Bergfeld im Interview

Rang zehn für die Landesliga-Männer zur Winterpause: FCE-Präsident Uwe Bergfeld nimmt im Interview die Mannschaft in die Pflicht und Trainer Rico Winkler aus der Schusslinie.

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Uwe Bergfeld, FCE-Präsident

Quelle: Privat

Eilenburg. Frage: Herr Bergfeld, Rang zehn ist nicht das, was der FCE sich vorgenommen hatte. Wie sind Sie bisher mit der Saison zufrieden?Uwe Bergfeld: Unser Ziel war es, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen und zudem attraktive Spiele bieten. Da sind wir nicht ganz im Soll, aber auch noch nicht aus der Spur. Dass wir bisher unter unseren Erwartungen blieben, hat interne und auch externe Gründe. Was meinen Sie mit internen und externen Gründen?

Zum Einen meine ich natürlich die Mannschaft, wie sie sich präsentiert und was sie für Leistungen abliefert. Vom spielerischen Potenzial ist sie vergleichbar mit der des letzten Jahres. Wir hatten jedoch mehrere längere Verletzungen von Stammspielern zu verkraften, sodass der Trainer sein Konzept nicht so umzusetzen vermochte, wie er es wollte. Vor allem zuhause haben wir nicht das gezeigt, was wir uns vorgestellt haben. Dem steht gegenüber, dass unsere Konkurrenten zum Teil  ziemlich aufgerüstet haben. Hätte es eine Trainerdiskussion gegeben, wenn die letzte Partie in Leutzsch nicht gewonnen worden wäre?

Diskutiert wird im Umfeld immer. Das ist normal. Beim letzten Spiel vor der Winterpause bei Leipzig-Leutzsch hat man aber gesehen, dass sich die Mannschaft unbedingt beweisen wollte. Hier hat sie enorm Moral gezeigt. Jetzt werden wir uns mit dem Trainerteam zusammensetzen und die bisherige Saison analysieren. In vielen Spielen haben wir gut begonnen, dann aber durch unglückliche Situationen Tore kassiert und den Faden verloren. Hier muss die Mannschaft stabiler werden. Wie beurteilen Sie nun die bisherige Trainerleistung von Rico Winkler?

Rico ist ein junger Trainer. Es ist seine erste Saison im Männerbereich und dies gleich als verantwortlicher Trainer eines Landesligateams. Er bringt viel fachliche Kompetenz und Führungsqualitäten mit. Die Chemie zwischen ihm und der Mannschaft stimmt. Wir sind sehr zufrieden und haben keinerlei Veranlassung, an ihm zu zweifeln. Trotzdem war der FCE zwischenzeitlich einem Abstiegsplatz bedrohlich nahe. Hat Sie das beunruhigt?

Ganz ehrlich – nein. Wir haben jederzeit an das Team und an den Trainer geglaubt. Trotz mancher nicht befriedigender Auftritte zu Hause war uns immer klar, das die Mannschaft gut in der Liga mitspielen kann, zumal unser Verletzungspech irgendwann aufgebraucht sein sollte. Die Mannschaft wird ihren Weg gehen. Leider hat sich Christopher Plätzsch, unser erfolgreichster Stürmer aus der Hinrunde, im vorletzten Spiel gegen Markranstädt schwer verletzt und wird für den Rest der Saison ausfallen. Deswegen sollen bekanntlich in der Winterpause Neuzugänge her. Sind schon Namen spruchreif?

Diese und jene Gespräche laufen schon. Am Liebsten würden wir noch einen Stürmer verpflichten. Es muss aber in unseren wirtschaftlichen Rahmen passen. Zudem sind gerade im Winter Neuverpflichtungen immer recht schwierig. Apropos Neuzugänge: Die Sommertransfers haben weniger eingeschlagen ...

Das finde ich nicht. Paul Stöbe und Stefan Maruhn haben sehr ordentlich eingeschlagen, sind beide Stammspieler, auch wenn "Maruhni" lange verletzt war. Nur von Rico Drabon hatten wir uns mehr erhofft. Aber der Sprung von der Bezirks- in die Landesliga ist eben doch erheblich und so sind wir ganz im Fairen wieder auseinander gegangen. Dafür haben sich Nachwuchsspieler wie Robin Dietrich und Toni Miszler sehr gut entwickelt. Andere haben auch Fortschritte gemacht, brauchen aber noch etwas Zeit. Der Nachwuchs steht in Eilenburg ohnehin hoch im Kurs. Von der A- bis zur C-Jugend kicken die Teams in der Landesliga. Wie sind hier die Ziele für die Rückrunde?

Wir wollen auf jeden Fall im Nachwuchs dieses Level halten sowie weiterhin Ausbildungsqualität und –kontinuität sichern. Ich denke, wir gehören in der Breite sachsenweit mittlerweile zu den Top-Ten im Nachwuchsbereich. Das ist für eine Stadt wie Eilenburg schon richtig gut. Hier wird hervorragende Arbeit geleistet. Hier kann man nur Danke sagen an alle, die sich Woche für Woche ehrenamtlich engagieren und sich um unseren Nachwuchs kümmern. Wobei wir schon noch dringend zwei oder drei Helfer gebrauchen könnten. Wenn jemand Interesse hat, kann er sich gern bei uns melden. Noch mal zurück zur "Ersten" – wo führt dort der Weg hin?

Wenn es in der Vorbereitung gut läuft, sollte ein ordentlicher Mittelfeldplatz drin sein. Besonders jedoch bei den Heimspielen müssen wir uns besser präsentieren, um noch mehr Begeisterung bei unseren Fans und im Umfeld zu entfachen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass wir im dritten Jahr hintereinander den Etat der ersten Mannschaft zurückfahren mussten. Unser wirtschaftliches Umfeld lässt einfach nicht mehr zu, obwohl wir gerade im Marketing neue Wege gegangen sind und viel an Engagement investiert haben. Wenn Spitzenteams der Liga das Vierfache unseres Etats zur Verfügung haben, so muss man einfach den Realitäten in Auge sehen. Da wird beim FC Eilenburg schon über Jahre mit kleinem Etat viel für unsere Anhänger, aber auch für die Stadt und die Region getan. Leider wird der Weg, wo er hinführt, auch im leistungsorientierten Freizeitsport wie bei uns in erster Linie von den wirtschaftlichen Möglichkeiten bestimmt. Und dies gelingt nur, wenn alle hinter dem Verein stehen und viele uns unterstützen. Die Alternative wäre, unser Angebot zurückzufahren, was wir nicht wollen. Das FCE-Highlight 2012 wird ...

... unsere Festveranstaltung anlässlich 100 Jahre Fußball in Eilenburg am 13. April im Bürgerhaus. Die Chronik zum Eilenburger Fußball ist in der Zwischenzeit erschienen und bereits ausverkauft. Über das Jahr wird es eine ganze Reihe an Veranstaltungen geben. Unser Chronikteam und viele weitere Helfer arbeiten bienenfleißig. Es wird einiges los sein um den Eilenburger Fußball im Jahr 2012.

Interview: Johannes David

Johannes David

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