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Eilenburg Fachsimpeln über Kugelporsche des Ostens in Podelwitz
Region Eilenburg Fachsimpeln über Kugelporsche des Ostens in Podelwitz
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09:25 15.05.2017
Fachsimpeln: Vor allem das Innenleben des Trabis interessierte die Besucher. Thomas Künzel (grünes T-shirt) erklärt die Besonderheiten seines P 60. Quelle: Foto: Anke Herold
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Podelwitz

Gut erhaltene Originale, liebevoll restauriert und dabei der Kreativität der kaum Grenzen gesetzt: Das fanden die Gäste beim Trabitreffen am Wochenende in Podelwitz. Gastgeber waren die Trabi-Freunde Zschortau. Gut 300 Oldies, hauptsächlich Trabant aber auch Wartburg, Lada und Co. aus nah und fern, reihten sich auf dem Ausstellungsgelände. Zusätzlich zur Ostfahrzeugflotte hatten Liebhaber urtümliche Wohnwagen wie den Weferlinger LC 9/200, Quek Junior oder Quek 325 für Unterkünfte dabei. Der Hauch von Ostalgie w

ar bis zum letzten Wiesenstück zu spüren.

Auch Thomas Künzel aus Naunhof kam mit seinem Trabant 600. Wie frisch aus dem Werk hätte man meinen können, beim Blick ins Innere des Automobiles. Das ursprünglich aus dem Jahr 1964 stammende Gefährt, auch P60 oder Kugelporsche genannt, war eines der letzten Modelle mit rundem Design. Das im VEB Sachsenring Automobilwerk Zwickau gebaute Prachtstück ist der ganze Stolz des Muldentalers. „Ich habe ihn 2004 erworben . Das Auto fuhr nur noch und war in keinem besonderen Zustand. Drei Jahre lang arbeitete ein Restaurator an dem Fahrzeug, bis es fertig war. Vor acht Jahren waren wir dann mit ihm in hier das erste Mal in Podelwitz“, gibt der Besitzer Auskunft. Die Limousine zierten zudem als Sonderwunsch bezeichnete Zierleisten und sogar ein Anhänger, der aus einem Trabant 500 umgebaut wurde. Auch hier erklärte der Halter: „Damals war es nicht ungewöhnlich, Hinterteile von Unfallwagen abzusägen und daraus ein geräumiges Anhängsel zu konstruieren.“

Nicht nur das Betrachten stand für die Liebhaber im Mittelpunkt des Treffens. Neben dem Fachsimpeln nutzten die Besucher die Gelegenheit, sich auf dem Teilmarkt umzusehen oder Umbauten und Restaurierungen zu diskutieren. Das 15. Treffen der Kultobjekte zog zudem auch viele Gäste an, die sich das Zwei-taktspektakel nicht entgehen lassen wollten und sich zwischen den nostalgischen Exemplaren an frühere Zeiten zurück erinnerten. Für die Veranstalter war auch in diesem Jahr die Besucher- und Ausstellerzahl sehr zufrieden stellend.

Von Anke Herold

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