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Feenzauber in Nordsachsen

Künstler-Trio FlammenHerz Feenzauber in Nordsachsen

Caroline Czießo, Stefanie Kitzing und Marika Widdermann verzaubern ihr Publikum mit FlammenHerz. Die drei im wahresten Wortsinn fantasievollen Frauen, die in der Gemeinde Zschepplin leben, entführen in ihrer Freizeit ihr jüngeres und älteres Publikum mit orientalischen Tänzen, sinnlich-mystischen Feuer- und märchenhaften Feenshows in eine andere Welt.

Mystisches Nordsachsen: Elfe Stefanie Kitzig.

Quelle: privat

Zschepplin. Sie schweben als Elfen in grünlich schillernden Kostümen durch den Hohenprießnitzer Schlosspark. Als Feenwesen versprühen sie mit Glitzerstaub und riesigen, schillernden Seifenblasen unter großen Bäumen und auf grünen Wiesen Magie. Inspiriert von Naturgeistern und Fabelwesen wandeln und gaukeln die märchenhaft geschmückten jungen Frauen durchs Publikum und zaubern nicht nur in Kinderaugen ein Lächeln und Glanz. Sie setzen für Hochzeiten und andere Feste, wie jüngst dem Diner en blanc im Barockschloss Hohenprießnitz, mit ihren rasanten Feuershows Höhepunkte, haben sich in und rund um ihre Heimatorte Zschepplin, Krippehna und Hohenprießnitz schon einen Namen gemacht, gelten dennoch in der Region noch als Geheimtipp.

Stefanie Kitzing, Caroline Czießo und Marika Widdermann, drei junge Frauen um die Mitte 30, haben sich in ihrer Freizeit als Künstler-Trio FlammenHerz Feuer, Tanz und Feenstaub verschrieben. Ist das berufliche Tagwerk der drei als Sachbearbeiterin im öffentlichen Dienst, als Erzieherin oder Metallgestalterin vollbracht, dann schlagen die Herzen der attraktiven Frauen leidenschaftlich für Tanz, Ausdruck und Bewegung, werden in ihren Shows – je nach Anlass – Feuerutensilien, fantasievolle Kostüme, Artistik und vielfältige musikalische Klänge verknüpft.

Professionelle Feuertanzshows

Die Flammenherzen in einer Druidinnen-Performance

Die Flammenherzen in einer Druidinnen-Performance.

Quelle: privat

„Unsere professionellen Feuertanzshows sind besonders gefragt“, erzählt Stefanie Kitzing. Das Spiel mit diversen Gerätschaften wie den Poi genannten Schleuderfackeln, mit brennenden Reifen, Fächern, Seilen, aber auch selbstentwickelten Hilfsmitteln fasziniert. Zu Klängen mit orientalischen, mittelalterlichen und modernen Wurzeln entstehen abwechslungsreiche Fantasytänze. „Wir entwickeln und arrangieren alles selbst. Auch die Kostüme sind eigene Kreationen. Beim Musikmix unterstützt uns Marikas Lebenspartner Maik Fischer, der als freischaffender Tontechniker tätig ist“, erzählt die 36-jährige Stefanie Kitzing, die wie Caroline Czießo schon länger über Tanz- und Bühnenerfahrung verfügt, ursprünglich mit dem orientalischen Tanz startete und ihre Fähigkeiten ständig über verschiedene Workshops und Kurse erweitert. Daraus entwickelte sich ein ganz eigener, individueller Bewegungsstil, der in der Kombination mit dem Feuer besonders ausdrucksstark wirkt und vom Spiel unter anderem mit Schleiern, Flügeln, Fächern, Seil, sogenannten Firefingers (Feuerfinger) und Feuerschirm ergänzt wird. Kitzings Soloprojekt Leesha beispielsweise verbindet Einflüsse aus Naturreligionen mit dem orientalischen Tanz und modernen Elementen. Daneben gehört die Leidenschaft der Angestellten der Darstellung magischer Feen- und Fabelwesen. „Mit grenzenloser Kreativität und unstillbarer Neugier lässt Stefanie immer neue Ideen, Kostüme und Konzepte für FlammenHerz entstehen“, loben ihre künstlerischen Mitstreiterinnen. Gemeinsam mit Caroline Czießo gründete die Zschepplinerin 2006 das orientalische Tanzduo Arkadash, mit dem beide bereits vielfältige Tanz- und Bühnenerfahrung sammeln konnten. Auch Caroline Czießo übt seit ihrer frühen Jugend Tanztechniken, verfügt über eine fundierte Ausbildung im orientalischen Genre und vermag das Element Feuer damit gut zu kombinieren. Als Fee kann die 34-Jährige aus Krippehna ebenfalls mit riesigen Seifenblasen und Glitzerstaub Groß und Klein verzaubern. „Auch Caro entwickelt Choreographien, gestaltet und näht Kostüme, bedient Fächer, Handfackeln, Poi, Seil und Fakirstäbe“, ergänzen die beiden anderen FlammenHerz-Protagonistinnen nicht minder anerkennend.

Für das Projekt entflammt

Marika Widdermann entflammte Ende 2013 für das künstlerische Projekt. Lange suchte das Duo Stefanie/Caroline nach einer dritten Mitstreiterin, um das Hobby, das ein solches bleiben sollte, auf mehr Schultern zu verteilen. Denn zwischenzeitlich bekam auch die Familienplanung mehr Aufmerksamkeit und Vorrang. Die drei FlammenHerz-Akteurinnen sind mittlerweile außerdem Mütter von jeweils ein bis zwei Kindern, Ehefrauen und Lebenspartnerinnen. „Es gab Kontakte, Gespräche und Probetrainingseinheiten mit Interessentinnen unter anderem in Leipzig und Dresden. Und dann wurden wir quasi vor der Haustür, in Hohenprießnitz, fündig“, so Stefanie Kitzing.

Caroline Czießo zaubert Riesen-Seifenblasen

Caroline Czießo zaubert Riesen-Seifenblasen.

Quelle: privat

„Ich bin mein ganzes Leben mit Sagen und Geschichten aufgewachsen“, so die 33-jährige Tochter aus dem Hause Widdermann, das für seine Kunstschmiede und die historisch-mythischen Präsentationen bei diversen Volksfesten und Veranstaltungen auch weit über die Grenzen von Hohenprießnitz hinaus bekannt ist. Hier hat Marika Widdermann nicht nur von klein auf mitbekommen, wie der Mensch das Feuer für seine Zwecke in vielen Varianten zu bändigen vermag. Hier trat sie als gelernte Metall– und Schmuckgestalterin auch ein stückweit in die Fußstapfen ihres Vaters – allerdings mit den filigraneren Arbeiten. Mit diesen Kenntnissen und Fertigkeiten erweitert sie zudem den Fundus von FlammenHerz mit flammentauglichen Geräten um neue, außergewöhnliche und individuell angepasste Teile sowie einzigartigen Schmuck. Zu ihre Stärken in der Truppe gehören das Poi-Spiel, Jonglage, Hula Hoop und der Fächertanz. Auch Flamenco- und Zigeunertänze hatten es ihr schon vor den FlammenHerz-Zeiten angetan. „Die Feuershows haben mich in meiner Zeit, als ich noch in Leipzig gewohnt habe, schon immer fasziniert. Die kann man dort, vor allem im Sommer, an vielen Orten, auch in öffentlichen Parks, bewundern“, schwärmt Marika Widdermann, die seit Ende 2013 zum Dreierteam gehört. Die anderen beiden hörten von ihr und sprachen sie an, ob sie nicht Lust hätte mitzumachen.

Gemeinsame Leidenschaft

Das Trio gab sich schließlich aus der gemeinsamen Leidenschaft für Tanz und Feuer heraus, mit einem großen Herzen für Kreativität und Fantasie ab 2015 als Gruppe den Namen FlammenHerz und spricht mit einem vielfältigen Programm sowohl jüngeres wie auch älteres Publikum an. „Wir werden vor allem für Hochzeiten, Geburtstage, verschiedene private, aber auch öffentliche Feier gebucht, wirken aber auch bei Mittelalter-Festen mit“, erzählen die Flammenherzen. Einer der Höhepunkte sei 2013 ein Engagement fürs heidnische Dorf beim Wave-Gothic-Treffen in Leipzig gewesen, „womit wir uns einen Traum erfüllen konnten und wofür uns auf Anhieb die Bewerbung gelang“, erinnert sich Stefanie Kitzing. Ein Höhepunkt war erst Ende September außerdem das internationale Treffen für Metallgestalter im thüringischen Gotha, wo die Kunstschmiede Widdermann übrigens mit einem dritten Platz gewürdigt wurde.

Die Künstlerinnen bei einem orientalischen Tanz

Die Künstlerinnen bei einem orientalischen Tanz.

Quelle: privat

Die drei Feuertänzerinnen bereichern zudem regelmäßig zu dieser Jahreszeit die keltischen Nächte im Leipziger Mückenschlösschen im Waldstraßenviertel. Sie sind gespannt auf ihre Premiere in Trebsen, wo der Förderverein des Rittergutes im Dezember ein Pendant ausrichtet und im Schloss im Februar kommenden Jahres gar ein Nordland-Festival. „Wir sind aber nicht darauf aus, unsere Auftrittsmöglichkeiten unendlich auszudehnen“, sind sich die drei Tänzerinnen einig. Sie wollen die Balance zwischen den Bedürfnissen der Familie, des Berufes und dem Hobby wahren. „Ohne das Verständnis unserer Männer, die uns öfter zu den Terminen begleiten, unser Lampenfieber aushalten, die Kinder betreuen und auch sonst den Rücken frei halten, ginge all das gar nicht“, möchten die Drei unisono bei dieser Gelegenheit ihren besseren Hälften auch mal ein großes Dankeschön sagen. Durchschnittlich eine Buchung pro Monat übers Jahr, manchen Monat etwas mehr, dafür andere weniger, um auch kreativen Freiraum zu lassen – dafür öffnen sich die Flammenherzen auch weiterhin.

Von Karin Rieck

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