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Eilenburg Filmdreh an der Doberschützer Tankstelle
Region Eilenburg Filmdreh an der Doberschützer Tankstelle
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13:52 19.05.2015
Dreharbeiten in der Tankstelle: Francis Fulton-Smith (l.) und Josef Heynert an den Bistrotischen. Quelle: Anke Herold

Wer am Wochenende vor Ort tanken war, wurde Zeuge dieser Geschichte. "Er und Sie" spielt sich hinter einem rot-weißen Band ab, das den Zugang der Kundschaft zu den Kassen erheblich einschränkte. Hinter der Absperrung jede Menge gestikulierende Männer mit imposanter Film -und Kameratechnik. An einem kleinen Bistrotisch erkennt man die bekannten Schauspieler Francis Fulton-Smith und Josef Heynert (zu sehen in zahlreichen Fernsehproduktionen wie "Tatort", "Familie Dr. Kleist" oder "Polizeiruf 110"). Beide machen nicht etwa Kaffeepause vor Ort, sondern sind wie ihre Kolleginnen Monika Lennartz, Luisa Lossau und Milena Dreißig konzentriert bei der Arbeit. Spätestens jetzt wurde klar: Hier wird ein Film gedreht.

Mittendrin Marco Gadge, der immer wieder die Monitore im Blick hat. Er selbst schrieb das Buch für diesen Film. "Das wird sehr, sehr schön, auch wenn es jetzt noch nicht so aussieht", motiviert er immer wieder seine Crew und die Akteure. Insgesamt zirka 13 Minuten lang wird der Film sein. "In einigen Tagen ist er fertig", erklärt der Regisseur. "Die Besonderheit ist, dass er in nur in einer Sequenz und mit nur einer Kamera und ohne Schnitt gedreht wird." Plansequenz nennt man das Verfahren und nur wenige Filme wurden bisher so gedreht, ist am Set von Kameramann Nikolas Hoffmann zu erfahren. In der Pause entspannt sich die Situation und Fulton-Smith hat Zeit zum Plaudern. "Ich halte Marco Gadge für einen sehr begabten Jungregisseur, mit einer tollen Geschichte, zudem bin ich Koproduzent und deshalb heute hier mit dabei. Es ist immer sehr schwer mit einem Kurzfilm eine gute Geschichte zu erzählen. Auch die Art und Weise der Filmproduktion ist für mich neu", erklärt der sympathische Schauspieler.

Während für das Drehteam die Aktionen alltäglich sind, ist das Tankstellenteam an diesem Wochenende komplett vor Ort und schaut neugierig zu. Chef Ralf Barthel verfolgt das Geschehen im Hintergrund. "Ende November erhielten wir die Anfrage, ob hier gedreht werden darf. Die Lage unserer Tankstelle war wohl aufgrund der Anfahrtsmöglichkeit so vorteilhaft." Beate Hess arbeitet sonst hinter der Kasse und verfolgt ebenso interessiert die Dreharbeiten. "Keiner hat es uns geglaubt, dass hier gedreht werden soll", sagt sie - und schildert: "Die Weihnachtsdeko musste länger als gewöhnlich hängen bleiben."

Wann der Kurzfilm zu sehen ist, war am Wochenende noch nicht klar. "Wenn er fertig ist, werden wir ihn zu verschiedenen Kurzfilmfestivals anbieten. Die Fangemeinde der Kurzfilme steigt stetig", erklärt der Regisseur am Ende des Drehs. Trotz der langen Probedrehzeit ist die Stimmung bei der Crew und bei den Schauspielern super gut. Alle haben an diesem Tag ohne Gage gearbeitet, der Sache wegen und weil es einfach ein tolles Erlebnis ist, mit Marco zu arbeiten, resümieren die Techniker.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.01.2015
Anke Herold

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