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Eilenburg Finale im Kaninchen-Streit: Eilenburger Pächter gibt Zucht im Kleingarten auf
Region Eilenburg Finale im Kaninchen-Streit: Eilenburger Pächter gibt Zucht im Kleingarten auf
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08:00 09.09.2016
Tobias Röhniß will seine Kaninchenzucht Blauer Wiener im Kleingarten aufgeben. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Die Differenzen um Kaninchenzucht und Anbauten in einem Eilenburger Kleingarten in der Weinberg-Anlage sind offenbar beigelegt. „Ich gebe meine Kaninchenzucht auf“, fällt Tobias Röhniß, der den Garten mit seinem Vater Joachim gepachtet hat, diese Entscheidung sicher nicht leicht. Bei einem Gespräch zu Beginn dieser Woche mit Michael Götzke, Vorsitzender des Kreisverbandes Eilenburg der Kleingärtner, sowie des Weinberg-Vereins sei der Vorschlag des Vorstandes akzeptiert worden: Familie Röhniß baut den überdachten Freisitz, der nicht genehmigt worden war und die Situation eskalieren ließ, demnächst an die Laube an. Für die Haltung von zehn Kaninchen verbleiben noch Ställe. Die anderen werden zurückgebaut. „Wir haben dafür bis zum nächsten Frühjahr Zeit. Denn wir müssen noch einiges vorbereiten und dafür neues Material besorgen“, so der Junior. Er und sein Vater wollten jetzt einfach nur wieder „Ruhe und Frieden und keinen Streit mehr“ und möchten sich bei den Gartennachbarn bedanken, die Verständnis zeigten und den Pächtern Hilfe anboten.

Präzedenzfall vorerst abgewendet

Denn der Streit hätte vor Gericht landen können, als vor Kurzem, wie berichtet, die Anwältin des Kleingärtner-Kreisverbandes den Rechtsbeistand der Familie Röhniß davon unterrichtete, dass alle Anbauten im Kleingarten beseitigt werden müssten – bis auf die laut Gesetz erlaubte 24-Quadratmeter-Laube. Rein rechtlich hatte der Vorstand dafür gute Karten. Doch mit dem Röhniß-Garten wäre eine Art Präzedenzfall geschaffen worden, der auch anderen Kleingärtnern Anlass geben würde, sich um die Zukunft ihrer Scholle Sorgen zu machen. Denn nicht nur im Weinberg, sondern auch anderen Gartenvereinen tolerieren die Vorstände durchaus Installationen, die übers erlaubte Maß hinaus gehen.

Von Karin Rieck

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