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Finale im Zscheppliner Schlosspark: Hochwasserschäden sind behoben

Wiederaufbau Finale im Zscheppliner Schlosspark: Hochwasserschäden sind behoben

Nichts mit goldenem Herbst und Sonnenschein im Zscheppliner Schlosspark. Das hätte dem kleinen offiziellen Akt, mit dem hier nach den Reparaturarbeiten auf den Wegen am Mittwoch eine Art offizieller Schlusspunkt gesetzt werden sollte, gut getan. Die Gemeinde investierte rund 500.000 Euro in den Wiederaufbau.

Der letzte Akt bei der Wegesanierung im Zscheppliner Schlosspark: der Ausbau und danach die Pflasterung des Auenberges.

Quelle: Alexanader Prautzsch

Zschepplin. Doch diverse Schleusen, ob sie nun der Himmel öffnet oder die nahe Mulde über ihre Ufer schickt, setzten der rund 20 Hektar großen grünen Lunge der Gemeinde Zschepplin auch dieser Tage wieder zu. "Eigentlich sollte das Pflaster auf dem Auenberg schon eingebaut und damit der letzte Weg fast vollendet sein", bedauerte Ortsvorsteher Ullrich Pertzsch unterm Regenschirm. Er hatte auf symbolische letzte Hammerschläge auf den Naturstein fürs Foto gehofft. Doch die Männer von Bau- und Haustechnik Bad Düben kämpften im Parkbereich am Ortseingang gestern noch mit dem Untergrund auf der 160 Meter langen Wegebaustelle. "Bis Mittwoch, spätestens Freitag nächste Woche wollen wir fertig werden", versicherte Polier Markus Krätzsch. Die anderen Wege sind schon abgenommen", ergänzte Pertzsch.

Das Thema Schlosspark hat der Ortsvorsteher für Mittwoch erneut auf die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Ortsratssitzung gesetzt, die 19 Uhr im örtlichen Gasthof Bergmann beginnt. Neben dem Stand der Arbeiten im Park soll es auch um die Instandsetzung der beim letzten Mulde-Hochwasser in Mitleidenschaft gezogenen Bauernaue sowie den Start der Arbeiten auf der Pflaumenallee in Richtung des Eilenburger Ortsteils Hainichen gehen. "Wir wollen außerdem über den anstehenden freiwilligen Arbeitseinsatz in unserem Park reden, bei dem Laub zu beseitigen wäre und Holzbruch", blickte Pertzsch voraus. "Dann werden wir einigen Bäumen auch Drahthosen anpassen, um sie vor dem Biber zu schützen", ergänzte Holger Tobiaschek.

Der Baufachmann arbeitet in der Verwaltungsgemeinschaft Eilenburg-West, der neben Jesewitz auch die Gemeinde Zschepplin angehört, und koordiniert dort unter anderem gemeinsam mit Bernd Knoblich vom gleichnamigen Zscheppliner Planungs- und Landschaftsarchitektenbüro die Beseitigung der Juni-Hochwasserschäden von 2013. Die Rekonstruktion von Park-Wegen im Ort, die Teichsanierung im Bereich der grünen Oase sowie für den Neubau der denkmalgeschützten weißen Brücke flossen aus dem Fluthilfefördertopf fast eine halbe Million Euro. Unter den 22 Projekten in der Gemeinde auf dem Maßnahmeplan der Schadensbeseitigung nach dem Hochwasser war das alles in allem eines der größten Projekte.

Der Zscheppliner Park wurde in seiner heutigen Form im Jahr 1847 im Stil englischer Romantik fertiggestellt, befindet sich im Besitz der Gemeinde. Eines seiner Schmuckstücke: die neue weiße Brücke über einen der Gewässer-Nebenarme. Einst gab es drei Brücken in diesem Bereich. Die davon übrig blieb, ist neben dem vor Jahren privatisierten Schloss eines der Wahrzeichen. Allein für diesen Neubau flossen über 150.000 Euro. Die Parksanierung startete vor einem Jahr. Zwischendurch gab es im Grünbestand immer wieder Rückschläge, auch durch Unwetter.

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