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Eilenburg Flüchtlinge verstärken DRK-Team in Eilenburg
Region Eilenburg Flüchtlinge verstärken DRK-Team in Eilenburg
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00:31 25.05.2018
Aii Omar, Ahmad Almousa, und Bassem Alkabbani (v.l.n.r.) engagieren sich im Katastrophen Schutzzug des DRK Eilenburg. Quelle: Bärbel Schumann
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Eilenburg

Es ist später Nachmittag. Während in den benachbarten Behördengebäuden Feierabend herrscht, zieht in einem Teil des nur wenige Schritte entfernten Garagenkomplexes Leben ein. Mitglieder des Katastrophenschutzzuges des Deutschen Roten Kreuzes in Eilenburg treffen sich, um ihre Technik zu warten und zu pflegen. Derzeit gehören ihm 34 Mitglieder im Alter von 17 bis 64 Jahren an. Sie alle leisten ehrenamtlich hier Dienst, um anderen in Notfällen zu helfen. Dafür wird regelmäßig geübt. Aller 14 Tage steht dabei auch eine Überprüfung der technischen Ausrüstung an.

In der Heimat Schlosser, Schweißer und Wächter

Unter den Männern, die sich ehrenamtlich im Katastrophenschutz einsetzen, sind auch einige Flüchtlinge zu finden, die in Eilenburg leben. „Sieben Männer arbeiten bei uns mit. Ich hatte sie bei einer Gelegenheit einfach angesprochen und seitdem sind sie dabei“, erklärt Fred Hannemann, Kreisbereitschaftsleiter. An diesem Nachmittag werden Fahrzeuge gewartet und Ausrüstungsgegenstände überprüft. Da packen der Ahmad Almousa, Aii Omar und Bassem Alkabbani, die diesmal gekommen sind, mit den anderen an. In den roten Shirts des Zuges sind sie kaum von den anderen zu unterscheiden, nur wenn sie sich untereinander verständigen, sind arabische Laute noch zu vernehmen. Ansonsten verständigt man sich in Deutsch. „Das ist so für sie auch eine Möglichkeit, mit uns in Deutsch zu reden und die Sprache im Umgang zu erlernen“, meint Hannemann. Und sie würden so auch etwas von der Deutschen Mentalität, der Arbeitsweise und dem Alltagsleben mitbekommen. Beim Sanitätsdienst kämen sie jedoch nicht zum Einsatz, da muss nicht nur unsere Sprache besser beherrscht werden, sondern auch eine Ausbildung auf diesem Gebiet vorhanden sein. Die Drei, die an diesem Nachmittag vor Ort sind, waren in ihrer Heimat Schlosser, Schweißer und Wächter in einem Krankenhaus.

Einsatz bei Brand in Schkeuditz

Doch es gebe genügend andere Aufgaben im Zug, wo die Flüchtlinge gebraucht würden. Hannemann zählt auf: der Aufbau und das Einrichten von Zelten, beim Betreiben der Feldküche, bei Transportarbeiten. Lob gibt es von ihm für das Engagement der syrischen und irakischen Männer beim letzten Großeinsatz des Zuges. Der liegt noch gar nicht so lange zurück. Bei einem Brand in Schkeuditz, der mehr als 24 Stunden Feuerwehrleute in Atem hielt, wurde der Katastrophenschutzzug gerufen, um die Versorgung Feuerwehrleute zu übernehmen.

Dass die Syrier und Iraker seit Beginn ihrer Mitarbeit im Zug etwas gelernt haben, können sie bald mit den anderen Mitgliedern unter Beweis stellen. Für den 16. Juni hat das DRK eine Übung des Zuges in Gruna geplant.

Von Bärbel Schumann

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