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Flutschäden-Beseitigung in Zschepplin: Wegebau bleibt kompliziertes Thema

Flutschäden-Beseitigung in Zschepplin: Wegebau bleibt kompliziertes Thema

Zschepplin. Die 20 Projekte, die in der Gemeinde Zschepplin in den Orten Glaucha, Hohenprießnitz und Zschepplin nach dem Hochwasser im Juni vergangenen Jahres als Flutschäden anerkannt wurden, sind inzwischen ein fester Punkt in den monatlichen Gemeinderatssitzungen.

Zum aktuellen Stand der Planungen, über Ergebnisse und Probleme sprach der Zscheppliner Landschaftsarchitekt Bernd Knoblich auch in der jüngsten Sitzung wieder. Der Gemeinderat hat das Fachbüro bekanntlich mit der Projektsteuerung für die Bewältigung der Flutfolgen beauftragt.

Abgehakt sind neben der Gewässersanierung die Reparatur der  Infrastruktur in Glaucha sowie die Instandsetzung der Mischwasser-Ortskanalisation in diesem Ort  durch den Abwasserzweckverband Dübener Heide. Der nachhaltige Wegebau, der möglichen weiteren Überflutungen gewachsen sein soll, ist auch an anderer Stelle nach wie vor ein schwieriges und kompliziertes Thema, wozu Knoblich einige Details erläuterte. Während das Landratsamt dem nachhaltigen Wiederaufbau des überregionalen Mulderadweges von Hohenprießnitz bis zur Gemarkungsgrenze zugestimmt hat, weil die Trasse vom Fischadlerhorst abgerückt wurde, gibt es zu den bereits im Juli eingereichten Wegen (Laußiger Weg in Hohenprießnitz, verlängerte Seegasse in Niederglaucha und Weg zwischen Zschepplin und Hainichen), wofür die Planungen durch das Sausedlitzer Büro Schiemann erfolgen, nach wie vor keinen Konsens.

"Auch ein jüngst stattgefundener Termin mit dem Ministerium hat keine Annäherung gebracht. Obwohl mittlerweile bereits zwei Kompromissvorschläge unterbreitet wurden, die die Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes vermindern und die vermeiden sollen, dass zusätzlicher Verkehr in die naturschutzfachlich besonders wertvolle Aue geführt wird", so Knoblich.

Grünes Licht werde aber wegen der naturschutzrechtlichen Besonderheiten in der Muldenaue versagt. Die Planer sind weiter auf Kompromisssuche und sehen dem Angebot des Landratsamtes zu Ortsterminen auf allen Wegen positiv entgegen.

"Die verbieten uns etwas, was an Versiegelungen eigentlich schon da ist", zeigte auch der Hohenprießnitzer Udo Dietze (FWV) kein Verständnis für die Komplikationen und Verzögerungen, insbesondere, da unter der Schotterdecke des Laußiger Weges bereits Beton vorhanden sei. Der Projektkoordinator will mit Unterstützung der Gemeinde und örtlicher Landwirte dranbleiben.

Die Instandsetzungsarbeiten im Keller- und Terrassenbereich der Kindertagesstätte  Glaucha haben begonnen und stehen mittlerweile kurz vor dem Abschluss. Im Zscheppliner Schlosspark sind die Parkbrücke und der Parkteich, für die alle Genehmigungen (Denkmalschutz, Naturschutz, Wasserrecht) vorliegen, die Schwerpunkte. Der Auftrag für die Brücke geht mit der Zustimmung des Gemeinderates jetzt für eine Angebotssumme in Höhe von knapp 156 000 Euro an eine Firma aus der Nähe von Emden.

Klärungsbedarf gibt es auch noch bei den Unterlagen für die Instandsetzung der Sportanlage Glaucha. Bis zum Jahresende wird es für die Fördermodalitäten inzwischen eng. Das Büro Knoblich steht dazu, dabei zu helfen.

Unverändert ist auch der Stand beim  Ersatzneubau des Feuerwehrgerätehauses Glaucha. Der Bearbeiter bei der Unfallkasse sei kommende Woche aus der Kur zurück, hieß es. Dann könne es wohl Anfang Oktober mit der Entwurfsplanung weitergehen. Mit der Antwort können Bau- und Fördermittelantrag bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht werden. Für den Bau selbst ist zwar bis Ende 2017 Zeit und noch Luft. Aber so lange müsse es für dieses Projekt nicht dauern, war man sich in der Ratssitzung einig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.10.2014

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