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Fördermittel bestätigt: Dörfer um Eilenburg erhalten schnelles Internet

Breitbandausbau Fördermittel bestätigt: Dörfer um Eilenburg erhalten schnelles Internet

Nachdem die Telekom den Breitbandausbau für die Stadt Eilenburg ankündigte, kann die nun selbst die nächste frohe Internet-Botschaft verkünden: Als eine der ersten sächsischen Kommunen bekommt sie Mittel aus dem Landesprogramm „Digitale Offensive Sachsen“. Damit sollen bis Herbst 2017 auch die Dörfer um Eilenburg erschlossen werden.

Eilenburg will das schnellere Internet.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Als eine der ersten Kommunen in Sachsen hat Eilenburg jetzt den Fördermittelbescheid für den Breitbandausbau über das Programm „Digitale Offensive Sachsen“ (DiOS) erhalten. Die Mittel sind vorgesehen, um das Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetz aufzubauen. Damit werden die Orte Kospa samt dem Gewerbegebiet „Am Schanzberg“, Zschettgau, Pressen, Behlitz, Wedelwitz, Hainichen und Eilenburg-Berg sowie die Gewerbegebiete am ECW-Wasserturm und Nord-Ost sowie weitere bisher nicht versorgte Bereiche von Eilenburg-Ost erschlossen. Denn diese Gebiete fallen nicht unter dem geplanten Ausbau der Telekom, den sie vor einigen Tagen bereits für insgesamt 7000 Haushalte in Eilenburg und Doberschütz ankündigte. Der Grund: In Regionen mit wenigen Anliegern, das heißt vor allem auf dem Land, übersteigen die Investitionen in die Anlagen die zu erwartenden Erlöse. Somit ist für kommerzielle Unternehmen der Ausbau wirtschaftlich nicht machbar. Das heißt: Die Allgemeinheit muss einspringen, um den Anschluss dieser Gebiete zu ermöglichen. Die Fördermittel des Landes und Geld der Stadt werden eingesetzt, um diese sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke zu schließen.

Dass der fehlende Internet-Anschluss private und unternehmerische Ansiedlungen auf dem Lande unattraktiv macht, war in Einwohnerversammlungen und Ortschaftsratssitzungen in den vergangenen Monaten immer wieder angesprochen worden. Bereits im Jahr 2015 hatte die Stadt eine Bedarfs- und Verfügbarkeits-Analyse zur Breitbandversorgung erstellen lassen. Die Telekom hatte damals bereits ihre Eigenausbaupläne angekündigt und die Primacom versorgt bereits einen Bereich mit mehr als 30 MBit/s.

So hatte der Eilenburger Stadtrat in seiner Sitzung im März beschlossen, die Finanzierung dieser Wirtschaftlichkeitslücke mitzutragen. Über das Förderprogramm werden dann 80 Prozent dieser zusätzlichen Kosten und 20 Prozent von der Stadt getragen. Die genauen Dimensionen werden sich mit den Ergebenissen des Ausschreibungsverfahrens ergeben.

„Die Ausschreibung soll voraussichtlich am 25. April veröffentlicht werden. Mit den Bewerbern werden dann im individuellen Dialog noch einmal Vorgespräche geführt, aus denen sich die konkreten Angebote ergeben“, beschreibt Heiko Leihe, verantwortlich für Wirtschaftsförderung in der Stadt, das Prozedere, mit dem bis zum Spätsommer feststehen soll, wer das Eilenburger Breitband-Netz weiter ausbaut. Zum Jahresende könnten die Arbeiten beginnen. Spätestens bis September 2017 sollen sie abgeschlossen sein. Denn so lang läuft das DiOS-Förderprogramm. Dessen Ziel: eine „bedarfsgerechte, nachhaltige und zukunftsorientierte digitale Infrastruktur“ aufbauen.

Damit Daten künftig schneller durchs Netz fließen, sollen die Anbindungen an die Vermittlungsstelle per Glasfaserkabel ertüchtigt sowie die Kabelverzweiger, das heißt: die Verteilerkästen, aufgerüstet werden. Im Ergebnis steht eine flächendeckende Versorgung von 30, meist sogar 50 Mbit/s für den Download der Daten aus dem Netz an. Damit werden die Raten zwar niedriger sein, als die von der Telekom, die maximal 100 MBit/s anbieten will. Trotzdem werde der Sprung beträchtlich sein.

Die Stadt selbst wird kein Netzbetreiber oder Eigentümer. Sie reicht die Förderung als Investitionszuschuss an den Betreiber weiter, der sich indessen verpflichten muss, seine Anlagen auch anderen Anbietern zur Verfügung zu stellen.

Dank der zeitigen Fördermittelerteilung rechnet Eilenburg damit, unter den ersten Kommunen zu sein, die solche Ausschreibungen durchführt. Was Hoffnung macht, noch günstige Angebote zu erhalten. Während der praktischen Umsetzung müsse nicht damit gerechnet werden, dass Tiefbauarbeiten überall in den Ortsteilen starten, schätzt Leihe. Denn meist werden voraussichtlich vorhandene Kanäle genutzt.

Von Heike Liesaus

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