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Frankenbrunnen: Tarifstreit ist beendet

Frankenbrunnen: Tarifstreit ist beendet

 Eilenburg. Gestern ging der Tarifkonflikt im Eilenburger Frankenbrunnenwerk zu Ende. „Es muss ein Ergebnis geben. Wir haben keine Lust mehr und die Gegenseite auch nicht“, hatte Betriebsrätin Margit Ritter schon am Tag zuvor gesagt.

Sicher habe der Warnstreik vor der Tarifrunde im März, bei dem im März 30 der insgesamt 78 Mitarbeiter ihre Arbeit für einige Stunden niederlegten, zur Verärgerung bei den Arbeitgebern geführt, schätzte sie ein. So saßen denn die Führer der Verhandlungsparteien gestern schon nach zweieinhalb Stunden wieder in ihren Autos und waren auf dem Weg zurück. Im Fall von Dieter Grötsch, Geschäftsführer bei Frankenbrunnen und Vorsitzender der Tarifkommission der Arbeitgeber, ging es nach Bayern. In Richtung Berlin wollte die Vorsitzende des Landesbezirks Ost der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Petra Schwalbe. Zufriedenheit herrschte, egal ob es nach Norden oder eher Richtung Südwesten ging: „Wir haben die Verhandlungen abgeschlossen“, erklärte Schwalbe der Kreiszeitung. Das Resultat: Die Kollegen erhalten für Februar, März, April rückwirkend 156 Euro Brutto für Netto, Auszubildende bekommen 80 Euro. Ab Mai steigen die Löhne um 3,5 Prozent. Diese Erhöhung entspricht dem vorigen Angebot der Arbeitgeberseite. Der gestern getroffene Kompromiss wurde mit den rückwirkenden Zahlungen und der Laufzeit gefunden: Statt 24 Monate besteht der neue Vertrag nur bis zum 31. August 2011. „Damit sind die 3,5 Prozent für uns akzeptabel. Auch die Auszubildenden erhalten diese Erhöhung“, so die Gewerkschaftschefin. Beide Seiten seien aufeinander zu gekommen, stellte der Frankenbrunnen-Geschäftsführer fest: „Der vorige Vorschlag von uns war von der Gewerkschaft rundweg abgelehnt worden. Dennoch hatten wir diesmal konstruktive Gespräche und sind zum Einvernehmen gekommen. Ansonsten wird es jeden Verhandlungstag schwerer.“ Die gefundene Lösung würde einerseits den monetären Bedürfnissen der Mitarbeiter entgegenkommen und ihnen auf der anderen Seite Sicherheit geben. Ein Argument der Arbeitnehmer, dem zuerst vorgeschlagenen Angebot nicht zuzustimmen, war der Unterschied im Lohnniveau der Ost- und West-Betriebe Frankenbrunnens. Das sah Grötsch nicht als ausschlaggebend an: „Auch bei den jüngsten Tariferhöhungen für Pflegepersonal gab es diese Unterschiede. Man muss beim Flächentarif immer schauen, wo man sich vermarktet. Der Blick über die Ländergrenzen hinweg bringt in dieser Beziehung nichts. Sonst orientieren sich die Beschäftigten in den neuen Bundesländern an den Bayern und die Bayern schauen wiederum nach Nordrhein-Westfalen. Dann landen alle auf einem zu hohen Niveau.“ In den neuen Bundesländern wiederum sei die Konkurrenz nicht gerade weit weg. Und für die Eilenburger gelten bereits Löhne an der oberen Grenze. „Es sollte sich eher die Lohn-Schere hin zu den Wettbewerbern in der Region schließen“, so seine Forderung. Was heißt, dass es dort höhere Abschlüsse geben sollte. Dafür würde er den Gewerkschaften viel Glück wünschen.

Heike Liesaus

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