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Eilenburg Frankenbrunnen lässt die Quellen in Eilenburg sprudeln
Region Eilenburg Frankenbrunnen lässt die Quellen in Eilenburg sprudeln
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07:00 07.07.2016
Vertriebschef Markus Humpert, Maskottchen Ili-Biber und Karat sind beim Bunnenfest anlässlich des 25-Jährigen von Ileburger mit von der Party. Quelle: Alexander Prautzsch
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Eilenburg

Seit 25 Jahren sprudeln Eilenburger Mineralquellen in einem Radius von fünf Kilometern um die Muldestadt für den Frankenbrunnen-Konzern. Das will der bayrische Nachfolger des ehemaligen Zweigbetriebes des Getränkekombinates am 3. und 4. September mit der Zweitauflage seines Brunnenfestes, das zuletzt 2004 die Besucher lockte, feiern.

Die Vorbereitungen für den Jahreshöhepunkt auf dem Firmengelände von Frankenbrunnen auf dem Eilenburger Berg laufen auf Hochtouren, ist in dieser Woche von Markus Humpert, für Marketing und Vertrieb in der Geschäftsleitung verantwortlich, zu erfahren. „Das Programm steht im Wesentlichen“, so der 49-Jährige. Als Höhepunkt geht das Karat-Konzert am Sonnabend, dem 3. September, ab 20 Uhr in der großen Verladehalle über die Bühne. Beim Familiensonntag am 4. September wird außerdem am Nachmittag der Dresdner Kabarettist und Musiker Olaf Schubert erwartet, dessen spritzig-witzige Sprüche rund um die Ileburger Sachsenquelle auf diversen großen Werbeplakaten überall am Straßenrand, im Web und im Rundfunk seit 2012 wohl von niemandem mehr zu übersehen beziehungsweise zu überhören sind. „Über eine Vertragsverlängerung mit Olaf Schubert entscheiden wir demnächst“, so der Marketing- und Vertriebschef, der nach über 30-jähriger Erfahrung in der Branche seit Dezember vergangenen Jahres als Mitglied der Geschäftsleitung bei Frankenbrunnen antrat und sich zufrieden mit der Aufmerksamkeit, die Schubert für Ileburger bewirkte, zeigt.

Jetzt, da in den Sommermonaten besonders viele Durstige wieder nach Erfrischungsgetränken greifen, setzt allein die Ileburger Sachsen-Quelle jährlich bis zu 60 Millionen Liter Mineralwasser ab. Neben dem Sprudel-Klassiker bringen die Eilenburger vor allem in Mitteldeutschland auch Frucht- und Tee-Mix-Getränke – insgesamt rund 50 verschiedene Produkte – in den Handel. Die beliebte Ili-Biber-Fassbrause, die bis heute in Erinnerung an Kindertage selbst Ältere hierzulande immer noch gern konsumieren, wird als Ostprodukt beispielsweise über die Kaufland-Kette auch aus West-Regalen gern genommen, so Humpert. „Bei diesem Brause-Sortiment, das wir neuerdings um ein koffeinfreies Cola-Tropic-Getränk erweitern, sind wir deutschlandweit Marktführer.“ Weshalb es wohl an der Zeit ist, dem Ili-Biber-Maskottchen ein neues Gewand zu schneidern. Das werde ebenfalls beim Brunnenfest präsentiert. Aufgefrischte Etiketten auf den Ileburger Mineralwasserflaschen sollen ebenfalls zum Jubiläum erscheinen, ergänzt der Marketingchef. Und wer sich die bislang herkömmlichen genauer anschaut, sollte bis Monatsende die Bewerbung für eine USA-Reise nicht verpassen. Wem Fortuna bei diesem Gewinnspiel hold ist, der darf den Orten Leipzig und Dresden auch jenseits des großen Teiches einen Besuch abstatten.

Eine Mineralwasserquelle wird übrigens seit 1888 in Eilenburg genutzt, ist bei Wikipedia zu lesen. Der Stammbetrieb der Hermann Köhler KG in der Breiten Straße bezog, als er nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr genug Platz hatte, in den 1960er Jahren die ehemalige Ausflugsgaststätte Neue Welt in der Schlossaue. Der halbstaatlich geführte Ileburger Schloßbrunnen wurde 1972 in den volkseigenen Betrieb (VEB) Getränkewerk Eilenburg umfirmiert und dem Getränkekombinat Leipzig zugeordnet. Die Marken Club-Cola, Quick Cola, Lido-orange, Mandora, Karena und Party-Soda wurden 1981 in knapp 55 Millionen Flaschen von mehr als 150 Mitarbeitern und einem kleinen Zweigbetrieb in Hohburg abgefüllt.

1991 übernahm Franken Brunnen und baute Eilenburg zum zweitgrößten nach dem Stammsitz in Neustadt/Aisch unter seinen sieben Standorten aus, entwickelte ihn mit der Marke Ileburger zu einer der größten ostdeutschen Mineralwasserquellen. Der Name Ileburger verweist auf den Eilenburger Burgberg, der erstmals im Jahr 961 erwähnt wurde. Die Grafen zu Ilburg begründeten am Ende des 11. Jahrhunderts die über 800 Jahre währende Herrschaft der Wettiner über ein Gebiet, aus dem später der heutige Freistaat Sachsen wurde.

Von Karin Rieck

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