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Eilenburg Freie Fahrt in der Aue: Weg von Zschepplin nach Hainichen ist rundum erneuert
Region Eilenburg Freie Fahrt in der Aue: Weg von Zschepplin nach Hainichen ist rundum erneuert
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07:00 01.03.2016
Paolo darf das Absperrband durchschneiden. Quelle: Heike Liesaus
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Zschepplin

Paolo aus der großen Gruppe der Zscheppliner Kita durfte das Band durchschneiden. Damit war der Stadtweg durch die Muldeaue zwischen Zschepplin und dem Eilenburger Ortsteil Hainichen offiziell wieder frei. Das Hochwasser im Juni 2013 hatte ihn überschwemmt und etliche Teile fortgetragen. Sand und Schotter der sandgeschlämmeten Schotterdecke wurden auf die angrenzenden Felder gespült. Deshalb ist die Fahrbahn nun als hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht, sprich mit Zement ausgeführt. Auf beiden Seiten kamen 50 Zentimeter breite Bankette mit Schotterrasen dazu. „Wir hatten auf der Suche nach einer nachhaltigen Lösung eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Unteren Wasserbehörde des Landratsamtes“, lobte Bernd Knoblich vom gleichnamigen Ingenieurbüro, der die Beseitigung der Hochwasserschäden in der Gemeinde koordiniert.

Die neue Trasse soll nun erneuten Überflutungen und dem Landwirtschaftsverkehr standhalten. Aber auch Radfahrer und Spaziergänger nutzen den Weg. „Da ist zu bestimmten Zeiten viel los. Schließlich gibt’s die Eisdiele in Hainichen“, erklärte Ortsvorsteher Ullrich Pertzsch. Gemeinsam mit Ortsrat Dieter Zebrowski (beide CDU) hatte er als Ansprechpartner der Gemeinde fungiert. „Sie haben den Bau begleitet“, sagte Oberbauleiter Nicolaus von der Firma Straßen- und Tiefbau Eilenburg. Gebaut wurde vorerst nur das 1,4 Kilometer lange Stück auf Zscheppliner Gebiet. Zirka 400 Meter bis nach Hainichen auf Eilenburger Terrain sind noch nicht wieder instandgesetzt, vor allem weil dort noch der neue Flügeldeich gebaut werden soll.

„Es gibt auf der Strecke auch eine gepflasterte Furt, für ein Gewässer, das möglicherweise noch renaturiert wird“, erklärte Knoblich. Die Gemeinde hatte dafür im vorigen Frühjahr einen Förderbescheid über rund 371 000 Euro vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr erhalten. Das entspricht einem Höchstfördersatz von 100 Prozent. Die Summe wurde fürs gesamte Projekt berechnet, also auch für Projektsteuerung, Planungen und Naturgutachten. Auch 32 Bäume, Pflaumen, Birnen und Äpfel wurden gepflanzt.

Mittlerweile sind auch die erhöhten Mittel für weitere Maßnahmen bestätigt. Kürzlich hatte auch der Laußiger Weg in Hohenprießnitz Bauabnahme. In der Ringstraße und in der verlängerten Seegasse in Niederglaucha haben die Pflasterarbeiten begonnen. Der Auftrag für den Wirtschaftsweg zum Deich in Hohenprießnitz ist vergeben, der Bau soll im August starten. Ab dann werden ebenfalls die Pflaumenallee Glaucha und voraussichtlich die Ortsverbindung Hohenprießnitz – Glaucha erneuert.

Von Heike Liesaus

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