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Eilenburg Freie Grundschule öffnet Türen
Region Eilenburg Freie Grundschule öffnet Türen
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11:05 14.04.2010
Laura, Melissa und Vanessa (von links) beim Tüfteln über ihren Matheaufgaben. Sie gehören zu den 14 Zweitklässlern der Freien Grundschule. Quelle: Ilka Fischer
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Etliche Eltern und Großeltern drängelten sich auf dem Flur, diskutierten mit den Vereinsmitgliedern oder den drei pädagogischen Mitarbeitern und schauten in die Klassenräume, in denen derzeit vier Erstklässler und 14 Zweitklässler nach dem sächsischen Lehrplan, aber ohne den üblichen 45-Minuten-Rhythmus unterrichtet werden. Schulleiterin Marion Lesgjan gibt im blauen Klassenzimmer Matheunterricht. Charlotte erzählt, dass drei Blumen in der Vase stehen. „Zehn kommen dazu, dann sind es 13 Blumen in der Vase“, rechnet sie geschwind aus. Jonathan und Danilo haben es mehr mit Ziegen und Pferden. Doch wenn diese dann Blumen fressen oder weglaufen, haben auch sie ihre Rechenaufgabe.Ganz aufmerksam verfolgt das Geschehen Peggy Wießner, deren Sohn im September sechs Jahre alt wird. „Wir überlegen, ob wir Fabian in diesem oder im nächsten Jahr in die Schule geben.“ Es könnte durchaus sein, dass Fabian seine Zuckertüte in der Freien Grundschule erhält. „Für unseren Springinsfeld könnte ich mir diese Schule durchaus gut vorstellen“, erklärt die junge Mutti und lässt sich schon mal die Anmeldeformalitäten erklären. – Sandy Priwall füllt die Bögen sogar schon aus. Sie möchte sichergehen, dass ihre Anne-Lene ab 2011 einen Platz an der Freien Grundschule bekommt. Selbst die 99,99 Euro monatliches Schulgeld, die neben dem Vereinsbeitrag zusätzlich zu Hort und Essengeld bezahlt werden müssen, schrecken sie nicht ab. „Im Kindergarten zahle ich jetzt ja auch recht viel. Das geht schon. Doch ich möchte meinem Zappelphilipp den bestmöglichen Schulstart verschaffen. Und den Weg von Ost auf den Berg bekommen wir schon hin.“Das Ganzheitliche ist für Manja Leune wichtig, die ebenfalls in Eilenburg-Ost wohnt. „Wir suchen bewusst eine alternative Schule. Ich war schon mal hier, doch mein Mann wollte sich die Einrichtung auch mal anschauen. Weil wir beide berufstätig sind, möchten wir Nina ganztägig gut betreut wissen. Wenn Schule und Hort dann nicht getrennt sind, ist das einfach besser.“In der zweiten Klassenstufe sind inzwischen die Mal-Aufgaben gelöst. „Das ist sogar leichter als das Plus“, findet Pascal. Ob er und seine Freunde gern in diese Schule gehen? „Ja“, schreien die Kinder begeistert. Warum? „Wir können in der Schule frühstücken“, lobt Anna. Für Felix ist es einfach nur „freier“, was für ihn bedeutet, dass er zwischendurch aufstehen oder auf Toilette gehen kann. Und Lucas fasst das Ganze so zusammen: „Weil es Spaß macht.“

Ilka Fischer

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