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Eilenburg Freigeister locken zum Eilenburger Sonntag
Region Eilenburg Freigeister locken zum Eilenburger Sonntag
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13:42 19.09.2016
Nils Zimmermann, Elias Prüfrock, Justin Buchheiser, Yeton Wedhorn und Florian Schneider (von links) von der Eilenburger Jugendfeuerwehr bei einer kleinen Vorführung auf dem Marktplatz. Quelle: Steffen Brost
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Eilenburg

Das Wetter meinte es gut mit den Teilnehmern des 2. Eilenburger Sonntag vorm Rathaus. 24 Stunden vorher ließ es Petrus nämlich ausgiebig über der Muldestadt regnen. Zum zweiten Mal organisierte der Eilenburger Verein „Freigeist“ die Vereinspräsentation mitten in der Stadt. „Wir wollten mit dieser Veranstaltung den Eilenburger Vereinen die Möglichkeit geben, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen und ihre Arbeit vorzustellen. In Eilenburg gibt es rund 40 Vereine. Leider beteiligen sich in diesem Jahr nur zehn davon“, sagte Organisator Max Seehaus.

Neues Vereins-Domizil entsteht

Die Freigeister selber haben sich 2013 gegründet und sind derzeit rund 40 Mitglieder. Sie wollen den Jugendlichen eine Plattform geben und sinnvolle Freizeitbeschäftigungen anbieten. So gibt es jedes Jahr eine Fahrt in den sächsischen Landtag, ein Menschenkickerturnier und Ausflüge in die Region. Erst vergangene Woche sammelten sie mit dem Eilenburger Lions-Club gemeinsam Äpfel. Derzeit steht aber das neue Vereinsdomizil im Mittelpunkt. Bis Ende des Jahres wollen die Freigeister im Schützenhaus in der Kastanienallee einziehen. „Wir sind mitten im renovieren. Dann soll hier der zentraler Treffpunkt für uns und die Jugend sein“, so Seehaus weiter. Die Eilenburger Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Hauptlöschmeister Kay Hindemith war bereits zum zweiten Mal dabei. „Wir wollen unsere Arbeit vorstellen und neue Mitglieder werben. Derzeit sind bei und 18 Mädchen und Jungen zwischen zehn und 16 Jahren dabei. Sie treffen sich einmal in der Woche zum Dienst. Hier lernen sich schrittweise die Technik und Ausrüstung einer Wehr kennen. Aber es gibt auch viel Freizeitbeschäftigung. So geht es regelmäßig ins Zeltlager und zu Wettkämpfen im Feuerwehrsport. Erst vor kurzem holten unsere Kinder den ersten Platz im Kreisausacheid Löschangriff“, zählte Hindemith auf.

Modellbauer und Fahrrad-Experte

Gleich neben den Nachwuchskameraden hatte der Eilenburger Mirko Hoffmann seinen kleinen Stand aufgebaut. Er zeigte selbstgebaute Modelle vom alten Eilenburg. „Ich baue die Gebäude im Maßstab 1:87 nach, die im zweiten Weltkrieg zerstört worden sind“, erklärte Hoffmann. Als Vorlage für seine Modelle dienen historische Postkarten. Seine ersten Werke wie das alte Stadttor, das Leipziger Stadttor sowie Bergfried und Sorbenturm konnte man sich anschauen. Am Stand von Fahrradexperte Thomas Hammer durfte man in die Pedale treten wenn man wollte. Denn Hammer hatte Mountainbikes mit und ohne Elektromotor dabei. Er erklärte das die E-Bikes mittlerweile fast 100 Kilometer mit einer Akkufüllung weit kommen und derzeit stark im Trend seiner Kundschaft liegen.
Das Aphasikerzentrum Nordsachsen präsentierte sich auf dem Marktplatz mit jeder Menge Information aus erster Hand und Literatur. Derzeit gibt es hier 70 Mitglieder. Der Verein ist stark im Wachsen, denn erst kürzlich trat die Selbsthilfegruppe Torgau dem Verein bei. „Wir bereiten den 17. Tag der Aphasie am 24. September im Bad Dübener Reha-Zentrum vor. Hier treffen sich alle Selbsthilfegruppen und tauschen sich über ihre Arbeit aus und es gibt Vorträge“, erzählte Rene Goldschmidt. Er hatte selbst 1998 einen Schlaganfall und ist seit 2000 im Verein ehrenamtlich aktiv. Für sein Engagement wurde der junge Mann erst kürzlich mit dem Heinzelmännchenpreis ausgezeichnet.
Im weiteren Rund des Marktplatzes hatten weitere Vereine wie der Sozialverband VdK, das Eilenburger Tierschutzzentrum und die Kaninchenzüchter ihre Stände aufgebaut. Außerdem boten die Freigeister den Eilenburgern eine Plattform für einen Flohmarkt. „Eine tolle Veranstaltung. Im nächsten Jahr werden wir uns mit unserem Jugendrotkreuz auch daran beteiligen“, versprach Fred Hannemann.

Von Steffen Brost

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