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Eilenburg Freude in Eilenburg: Neuer Hort ist fertig
Region Eilenburg Freude in Eilenburg: Neuer Hort ist fertig
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11:43 26.02.2018
Oberbürgermeister Ralf Scheler übergibt im Foyer, wo sich alle treffen können, den symbolischen Schlüssel für den neuen Hort an Leiterin Jana Neidhardt. Quelle: Wolfgang Sens
Eilenburg

Gibt es hier eigentlich noch einen Hausaufgabenraum? Diese Frage warf Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) am Freitag bei seiner Rede zur Übergabe des Hortes an der Grundschule Eilenburg-Ost in die Runde der Kinder, Erzieher, Stadträte, Bau- und Verwaltungsleute. Schließlich habe er in seiner Grundschulzeit lieber vermieden, Hausaufgaben zu machen. Aber klar, gibt es ein extra großes Zimmer dafür im Neubau.

Scheler hatte aber neben Scherzen auch die Fakten für den Anlass parat: Platz für 200 Kinder, die Mensa, die acht neuen Gruppenräume. 2,75 Millionen Euro hat der Hortneubau gekosten. Das ist sogar weniger als die zuletzt kalkulierten 2,9 Millionen Euro. Der Dank dafür ging an Planer und Baufirmen, die im Einsatz waren, seitdem 2016 über das Projekt diskutiert wurde. Mit dem gesparten Geld können die Außenanlagen, wo es Basketballanlage, Kleinfußballfeld und Sprintbahn gibt, weiter aufgewertet werden.

Gesundheit im Konzept

Jens Frieß, Vorsitzender der Volkssolidarität Nordsachsen, Träger der neuen Einrichtung, scherzte ebenso: „Ich habe etwas von Gymnastikwiese gehört.“ Diese würde er eher nicht nutzen. Und das hätte er auch schon abgelehnt, wenn sie zu seinen Zeiten dagewesen wäre.

Wahrscheinlich können Kinder, die einen Sebastian-Kneipp-Hort besuchten, das mal nicht von sich sagen. Die Einrichtung hat das Konzept Gesundheit auf allen Ebenen zum Ziel. Auf alle Fälle sei die Einrichtung toll geworden, lobte Frieß. Aber bei Eilenburgs Ambitionen für Einwohnerzuwachs sei derartige Infrastruktur auch nötig. Das Wichtigste: „Kinder sollen hier unbeschwert und ohne Problem spielen können.“

Wünsche an Luftballons

Wünsche nach Spaß, Freude oder nach einer Spielzeugschlange standen auch auf den bunten Kärtchen, die an Luftballons hingen, welche schon im Windfang schwebend auf ihren Start warteten. Auch ein symbolischer Schlüssel wurde an Leiterin Jana Neidhardt überreicht.

Der Hort-Eingang, vor dem die bunten Ballons in die Luft gelassen wurden, ist mit Worten wie groß, Glas und grün zu beschreiben. Diese Farbe setzt sich verschieden gestuft im Inneren fort. Mit viel Weiß und bei gedämpftem Licht im Snoezelen-Raum, wo Ruhe herrscht und entspannt werden kann. Ein Beamer zauberte Unterwasser-Motive an die Wand und weiße Decken lagen auf geschwungenen weißen Bänken. Die Grüntöne finden sich im Theater- oder im Computerraum wieder, wo eine richtige Bühne und eine Spiegelwand eingebaut sind. In der Werkstatt sind Werkbänke zu entdecken und viele Kisten mit Bastelmaterial.

Die Ferienkindergruppe, die gerade noch zwei Lieder zum Besten gab, nahm die Räume in Besitz. Vier Jungs spielten schon wieder mit ihren Legosteinen. „Das sind unsere alten, aber die sortieren wir jetzt alle noch nach Farben“, verkünden sie im Ordnungseifer eines Einzugs.

Neues Betreuungskonzept

Gleich am Eingang zeigten bunte Tafeln, dass hier ein neues Betreuungskonzept wirkt. Darauf signalisieren die Kinder mit Magnet-Stickern, wo sie sich gerade aufhalten. Außerdem sind Limits vorgegeben: Maximal 10 Kinder in der Kinderküche oder 20 bei den Hausaufgaben.

Vor allem ist der Weg zwischen Grundschule und Hort nun ein kurzer, nachdem die Kinder bisher in Kitas pendeln mussten. Schulleiterin Anke Tauchnitz fasste es zusammen: „Etwas Besseres kann uns gar nicht passieren.“ Und am Montag nach den Ferien geht es nun richtig los.

Von Heike Liesaus

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