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Eilenburg Friedensgebet in Eilenburger Kirche – Initiative verzichtet auf Spaziergang
Region Eilenburg Friedensgebet in Eilenburger Kirche – Initiative verzichtet auf Spaziergang
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16:15 30.11.2015
Beim Friedensgebet in der Nikolaikirche wurden auch Kerzen auf der Leiter des Lichts angezündet. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

"Das könnten wir öfter tun: Beten für den Frieden in der Stadt, in unserem Land", erklärte Pfarrer Eckehart Winde in seiner Ansprache. Er ließ Ereignisse des Tages vorüberziehen: So mancher werde an die Trauerfeier gedacht haben, die für die Terroropfer in Paris stattfand, an die Flugzeug-Angriffe, die in Syrien geflogen werden, oder von dem jungen Palästinenser gehört haben, der in eine Gruppe israelischer Soldaten raste und erschossen wurde. Er erinnerte auch an die Flüchtlingssituation. "Es sind viele Wahrheiten zu hören und Halbwahrheiten. Fragwürdiges Gerede, aus einem unmenschlichen Menschenbild heraus", stellte Winde fest. Das Schwierige an Gerüchten: Sie enthielten immer einen Funken Wahrheit. Und viele machten sich derzeit Sorgen um die Zukunft, ob das alles zu schaffen sei. Die Hoffnung liege letztlich auf den Friedfertigen. So ertönte denn auch die Friedensglocke im Turm der Kirche. Winde erinnerte zum Schluss noch an eine Losung, die vor mehr als einem Vierteljahrhundert Montagsdemos gehörte: "Keine Gewalt".

Das Läuten der Glocke war noch zu hören, als die Demo auf dem Markt startete. Zirka 100 Menschen hatten sich dort versammelt. Der NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel griff erneut die Asyl-Politik an, forderte unter anderem die Absetzung Merkels und einen neuen "starken Kanzler". Da wurde schon mal die Situation von Flüchtlingen mit der von deutschen Falschparkern verglichen: Ein Großteil befinde sich doch aufgrund der Regelungen des Dubliner Abkommens illegal im Land und ist geduldet, während die anderen Strafe zahlen müssten. Ein anderer Redner, der als "Alex" vorgestellt wurde, sah nicht allein deutsche Familien von Flüchtlingen bedroht, auch "deutsche Felder, Wälder und Wiesen" müssten geschützt werden. Zirka 20 Jugendliche liefen zu Beginn der Versammlung auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit dem Transparent "Herz statt Hetze in Nordsachsen, kein Mensch ist illegal" vorbei. Sie wurden von Polizeibeamten an eine entferntere Position geleitet. Sie machten sich von dort noch mit Trillerpfeifen bemerkbar. Auf einen Zug durch die Straßen wurde diesmal seitens der Initiative verzichtet. Der Abend verlief ohne Zwischenfälle.

Heike Liesaus

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