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Eilenburg Frühlingskonzert in Eilenburg: Tonart-Musikschüler fliegen durch die Zeit
Region Eilenburg Frühlingskonzert in Eilenburg: Tonart-Musikschüler fliegen durch die Zeit
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16:26 26.03.2018
Musikschule Tonart - Konzert in Eilenburg Quelle: Olaf Majer
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Eilenburg

Preisfrage: Wie schafft man eine Reise durch fünf Jahrhunderte Musikgeschichte in nur 90 Minuten? Antwort: Wenn man die richtige Tonart trifft! Die gleichnamige Bad Dübener Musikschule schaffte am Sonntag das Kunststück mit Bravour. Im Eilenburger Bürgerhaus wirbelten rund 60 Akteure von „Tonart“ auf der Bühne durch die verschiedenen Musikepochen. Dabei zeigten sich wieder einige Talente und sorgten für Glanzmomente im Konzert.

Bach trifft auf den Barbier von Sevilla

Den stimmigen Anfang machten die Klavierschüler Nicolas Nowack und Lucien Tornack, die gemeinsam mit Sängerin Daniela Bensch und Elisabeth Kirchhof den Winter mit einer alten Volksweise von 1545 vertrieben. Danach standen die Tür weit offen für das Frühlingserwachen im Bürgerhaus: „Bonjour, mon coer“ (Hallo, mein Herz) spielte sanft das Blockflötenensemble, Purcells „Trompete Tune“ und Bachs „Air“ mit viel Leidenschaft die Blechbläser John Janetzki und Christoph Dietze. Ein wahrhaft verblüffendes Rennen liefert sich das familieneigene Klavier-Trio Leni, Paula und Katja Lange, ein faszinierend schönes Querflötenduo gaben die Lehrerinnen Jahn und Maryy beim „Barbier von Sevilla“ , einen rasanten „Battle of Jericho“ zelebrierte das Jazzensemble aus Schülern und Lehrern.

Pianist Felix Albrecht überragend

Ein Konzert-Highlight war erneut Pianist Felix Albrecht – der am Flügel einen ungemein ergreifenden Debussy hinzauberte. Verdienter Zwischenapplaus für ihn. Genauso wie für das Klavier-Trio Julius Neubert, Leopold Stenzel und Simon Merkelbach – alle drei Novizen im ersten Musikschuljahr, aber mit einem couragierten Auftritt.

Toller Auftritt: Die Musikschulnovizen Julius Neubert, Leopold Stenzel und Simon Merkelbach Quelle: Olaf Majer

Weil aber eine spannende Zeitreise nicht nur was für die Ohren, sondern auch fürs Auge ist, setzte Tonart diesmal auch auf optische Reize. Passend zu jeder Stilepoche kamen barocke Perücken zum Einsatz oder der berühmte Petticoat. So reizvoll gekleidet konnte „Lollipop“ nur ein Renner des Nachmittags werden. Genauso wie der „Kleine grüne Kaktus“: Diese Musikschullehrer leben wahre Leidenschaft vor.

Rollende Steine bei der Musikschulband

Am Ende rockte dann die Musikschulband die Bühne – und ließ als Coverband der „Rolling Stones“ tatsächlich schwere Steine rollen. Mit der „Rabenballade“ (sehr schön mit rauchiger Stimme Marek Nitzsche) schloss sich dann wieder der Bogen zum Mittelalter. Mit dem „Bow Rock“ endete ein Konzert, das weit mehr als eine Leistungsschau der Musikschüler war. Am Ende stand eine tolle Werbung für die Musik – in all ihren Facetten.

Von Olaf Majer

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