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Eilenburg Fünf Bands spielen bei der ersten Offenen Bühne im Eilenburger Bürgerhaus
Region Eilenburg Fünf Bands spielen bei der ersten Offenen Bühne im Eilenburger Bürgerhaus
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14:39 13.10.2009
Eilenburg

Innerhalb von sechs Stunden standen die fünf Nachwuchsbands der Region auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Trotz der 230 Gäste, die insgesamt zur Premiere der Offenen Bühne ins Bürgerhaus gekommen waren, wirkte der große Saal leider etwas ausgesiebt, da sich die Besucher auch auf den Bar- und Außenbereich der Anlage verteilten. „Dennoch bin ich wirklich erleichtert, dass alles so gut gelaufen ist. Ich hatte zuvor schon einige Bedenken, ob überhaupt jemand kommt. Aber ich finde es faszinierend, wie verschieden die Leute sind und dass alle so friedlich miteinander feiern. Es ist eine gute Mischung“, erzählte Andrea Schneider, die Mitorganisatorin des Abends, begeistert.

Die Ersten haben es bekanntlich immer am Schwersten. Genau dies traf auch auf die vier von Rücksaiten zu. „Wir hatten zu Beginn wirklich nicht viel Publikum. Aber die, die da waren, haben dafür richtig mitgemacht. Auch die Bühne und die Technik sind super. Dem Veranstalter können wir nur ein großes Lob aussprechen. Schließlich hat jede Band einen eigenen Backstage-Bereich und jeder bekam eine Gratis-Pizza“, betonte Leadsängerin Sarah.

Bei den Fuel Gas Stallions, die noch ihren Auftritt vor sich hatten, war nicht mehr viel Gelassenheit zu spüren. Gitarrist Sven kämpfte wie vor jedem Auftritt mit dem berühmt-berüchtigtem Lampenfieber, Leadsänger Florian gegen eine Erkältung. Die vier Musiker konnten sich aber über starke weibliche Unterstützung freuen: „Managerin“ Dana Bruchhold, die nach internen Aussagen als „die Mutti“ der Band fungiert, sowie die Freundin mit der noch ungeborenen Tochter des Bassisten und Sängers Daniel begleiteten sie. „Wir erleben eine wirklich kollegiale Freundschaft unter den Bands. Wir hätten zwar lieber den zuerst geplanten Wettbewerb bestritten, aber dennoch werden wir nachher Gas geben und Spaß haben“, ließ Schlagzeuger Sebastian verlauten.

Unmittelbar nach ihrem Auftritt, waren die Ekla-Tanten total „gepusht“, wie sie es ausdrückten. „Es ist wirklich eine Top Organisation hier. Wir hatten ein bisschen Bammel, weil anfangs so wenig Leute da waren. Aber wir konnten sie dann dazu bringen, ordentlich zu feiern“, sagten die drei Leipziger, die das Publikum mit Lollis zum Mitmachen animierten.

Auch Note2self kam völlig verschwitzt vom Auftritt in die heiligen Räume der Band hinter der Bühne. „Wir fanden den Auftritt gut. Es war nur sehr schade, dass so viele gesessen haben. Dennoch hat es Spaß gemacht“, erklärte der Gitarrist Christoph. Obwohl bei ihnen – Motto: „Man weiß ja nie, wo man so versackt“ – immer Schlafsack und Isomatte mitreisen, wollten die Leipziger diesmal „auf jeden Fall“, wieder nach Hause fahren und in ihren eigenen Betten schlafen.

Die letzte Band des Abends, Vorwärts, hatte es leider auch nicht leichter als die erste. Denn die meisten Gäste gingen nach dem vorletzten Auftritt gegen ein Uhr nachts nach Hause. Dennoch freuten sich die drei Rackwitzer auf ihren Gig. „Wir empfinden es jedenfalls entspannter, dass kein Wettbewerb daraus geworden ist“, erklärte Schlagzeuger Martin noch.

Und Andrea Schneider sah die Sache auch positiv: „Wir wollen uns nach dem gelungenen Abend in den kommenden Tagen mit allen Verantwortlichen zusammensetzten und eine Auswertung vornehmen. Schließlich haben wir das zum ersten Mal gemacht. Da bleiben Fehler nicht aus. Auf jeden Fall wollen wir im nächsten Oktober wieder eine Offene Bühne veranstalten. Das steht schon fest.“

Nancy Ziegler

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