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Eilenburg Für Eilenburgs Wehr geht “heißes“ Jahr zu Ende
Region Eilenburg Für Eilenburgs Wehr geht “heißes“ Jahr zu Ende
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16:13 05.12.2018
Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler und Wehrleiter André Zimmermann (rechts) danken Helmut Feustel für 60 Jahre Mitgliedschaft. Quelle: Feuerwehr Eilenburg
Eilenburg

Dass die Eilenburger Feuerwehr Ende November mit ihren Einsatzzahlen von rund 345 leicht hinter denen vom gleichen Zeitraum 2017 – da waren es 350 – zurückliegt, darf über eines nicht hinwegtäuschen: Es war ein außergewöhnliches Jahr. Eines, das mit rund 35 Einsätzen nach Sturmtief Friederike Mitte Januar begann, und im extrem trockenen Sommer zahllose Alarmierungen wegen Ödland-, Feld- und Waldbränden brachte und die Kameraden an die Grenzen der Belastbarkeit brachte.

Dank an die Kameraden

Ein Jahresabschluss ist immer eine gute Gelegenheit, Dank zu sagen. Bereits Anfang September hatten dies Unternehmer wie Volker Krause, Volker Gegner, Tilo Palm, Andreas Born und Paul Tilo Geißler getan, als sie die Kameraden zu einem Spontan-Grillabend einluden. Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) war ebenfalls beteiligt, obwohl eben der Abend zum Ende eines Jahres eigentlich „sein“ Abend ist, um den Einsatz der Kameraden für die Stadt zu würdigen.

Alarmierungen vor allem in Abend- und Nachtstunden

Vor allem die Vielzahl der Einsätze innerhalb kurzer Zeit über den gesamten Sommer hinweg hat zu schaffen gemacht, so André Zimmermann. Immer wieder erfolgten die Alarmierungen in den Abend- und Nachtstunden, oftmals kurz hintereinander. Extreme Einsätze wie die Böschungsbrände in der Mozartstraße bleiben besonders in Erinnerung, als es in einer Nacht gleich dreimal brannte. Umso ärgerlicher für die Männer, viele von ihnen junge Familienväter und voll im Berufsleben, wenn Brandstifter die Situation durch mutwillig gelegte Feuer verschärften. Ebenso hielten ungewöhnlich viele Garagenbrände die Feuerwehr in Atem.

Auszeichnungen für Kameraden

Einige Auszeichnungen gab es auch. Swen Müller wurde für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt, Hartmut Schmidt für 25 Jahre treue Dienste, Helmut Feustel für 60 Jahre Mitgliedschaft. Dankbar sind die Kameraden auch Förderern, wie es André Weymann von Wintec Anlagen einer ist. „Sie helfen uns mit Sach- und Geldspenden“, so Wehrleiter André Zimmermann. Und weil es ein außergewöhnliches Jahr war, entschied sich die Wehrleitung diesmal auch zu einer besonderen Geste des Dankes. „Normalerweise ehren wir zum Jahresabschluss einzelne Kameraden, die Besonderes geleistet haben.“ Diesmal gab es ein kleines Präsent für alle, unter anderem einen Gutschein für die Fleischerei Krause, einen USB-Stick und einen Kugelschreiber.

Neues Jahr könnte Veränderungen im Fuhrpark bringen

Trotz der Freude darüber – 2019 dürfte im Sinne der Kameraden schon etwas ruhiger verlaufen, was extreme Wetterlagen betrifft. Inwieweit das neue Jahr geplante Veränderungen im Fuhrpark bringt, wird sich zeigen. Der Zuschlag für das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 ist noch nicht raus, die Wartezeit beträgt rund zwei Jahre. Gekauft werden soll ein neuer Kommandowagen, der den bisherigen, rund 20 Jahre alten Pickup ersetzt.

Von Kathrin Kabelitz

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