Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Für den Katastrophenfall - DRK will Auskunftsbüro aufbauen
Region Eilenburg Für den Katastrophenfall - DRK will Auskunftsbüro aufbauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:19 27.05.2010
Anzeige

. Für den Aufbau einer entsprechenden Institution in der Muldestadt werden noch ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. „Nichts ist schlimmer, als wenn ein Mensch nicht weiß, wo sein nächster Angehöriger ist", so die Leiterin des KAB des DRK-Kreisverbandes

Torgau-Oschatz, Kornelia Tkotz. 2002, als die Jahrhundertflut auch die Regionen um Torgau und Eilenburg erfasste, war sie mit ihrer Mannschaft zwei Wochen nonstop im Einsatz. Vor allem in Gebieten, wo Menschen aus ihren Wohnungen evakuiert werden mussten, zum Teil in Notunterkünften oder privat unterkamen. Auch in Eilenburg soll es eine solche Institution geben.

Sechs Ehrenamtliche haben sich Anfang Januar im Kreisverband Eilenburg zusammengetan. „Um wirksam agieren zu können, brauchen wir aber unbedingt mehr Helfer", sagt Kathleen Pötzsch, die die Gruppe leitet. Von mindestens zwölf ist die Rede, jeder weitere sei aber umso besser. Spezielle Voraussetzungen seien nicht gefragt. Wichtig sei, dass es Freiwillige sind, die im Notfall auch verfügbar sind. „Also aus der freien Wirtschaft zum Beispiel. Uns ist natürlich klar, dass Feuerwehrleute oder THW-Kameraden in solchen Fällen sowieso im Einsatz sind", so Pötzsch. Sollte es zum Katastrophenfall kommen, wird das KAB über das Amt für Katastrophenschutz alarmiert und nimmt seine Arbeit auf. Ihm gehen von den unmittelbar am Katastrophenort Tätigen alle verfügbaren Informationen über Verletzte und Verbringungsorte zu, beziehungsweise werden solche Daten auch vor Ort selbst recherchiert. Die KAB-Mitarbeiter füllen dann Karteikarten aus und geben die Informationen in das Datenverarbeitungsprogramm Xenios ein. Andere Mitarbeiter nehmen die Suchanfragen nach dem gleichen Schema entgegen. „Irgendwo treffen sich adäquate Karteikarten oder der Computer stellt Übereinstimmungen fest. Die Aufgabe ist erfüllt. Das KAB unterhält eine Telefon-Hotline, beziehungsweise beantwortet Suchanfragen per Mail und via Internet", erklärt Pötzsch das Prozedere.

Interessenten absolvieren neben einer DRK-Grundausbildung auch einenKAB-Grundlehrgang. Auch die Verwendung des Datenverarbeitungsprogramms wird geschult. Bei regelmäßig stattfindenden Treffen der KAB-Mitglieder wird das erworbene Wissen vertieft und auch schon mal ein Einsatz geübt. So ist eine Übung gemeinsam mit den Verbänden in Delitzsch und Torgau geplant. Denn auch im Ernstfall werde es nur mit dieser Zusammenarbeit gehen.„Interessenten sollten nicht zögern, sich uns anzuschließen", bittet Kathleen Pötzsch. „Im Einsatzfall benötigen wir Leute für verschiedenste Aufgaben, zum Beispiel für das Ausfüllen der Karteikarten und das Eingeben der Daten in den Computer. Computerkenntnisse sind dabei aber keine Voraussetzung, da auch Leute fürs Telefonieren und andere Umfeldaufgaben dringend gebraucht werden."

 

@Kontakt: Kathleen Pötzsch, Tel.: 03423/659977 oder Handy

0151/22929489 oder E-Mail: KAB@drk-eilenburg.de

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Signale Eilenburgs für eine Bewerbung zur Landesgartenschau 2015 zeigen derzeit Rot. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus. Grund dafür sind die enormen finanziellen Belastungen, die auf die Stadt zukommen würden.

27.05.2010

Zschepplin/Hohenprießnitz. Der schon lange geplante Rückbau des ehemaligen Gemeindeamtes an der Schulstraße in Hohenprießnitz wird weiter vorangetrieben.

26.05.2010

Eilenburg (ka). 399,6 Kilometer sind 399,60 Euro. Genau dieser Betrag kommt jetzt dem Eilenburger Kinderfonds zugute. Für die Summe sorgten in den vergangenen Tagen Kunden und Gäste des Eilenburger Fitness-Centers Enjoy in der Kranoldstraße.

26.05.2010
Anzeige