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Für den Katastrophenfall - DRK will Auskunftsbüro aufbauen

Für den Katastrophenfall - DRK will Auskunftsbüro aufbauen


Eilenburg. In der Muldestadt soll es künftig ein Kreisauskunftsbüro (KAB) des Deutschen Roten Kreuzes geben. Dieses hilft vor allem Menschen, die aufgrund von Katastrophenfällen den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren haben.

. Für den Aufbau einer entsprechenden Institution in der Muldestadt werden noch ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. „Nichts ist schlimmer, als wenn ein Mensch nicht weiß, wo sein nächster Angehöriger ist", so die Leiterin des KAB des DRK-Kreisverbandes

Torgau-Oschatz, Kornelia Tkotz. 2002, als die Jahrhundertflut auch die Regionen um Torgau und Eilenburg erfasste, war sie mit ihrer Mannschaft zwei Wochen nonstop im Einsatz. Vor allem in Gebieten, wo Menschen aus ihren Wohnungen evakuiert werden mussten, zum Teil in Notunterkünften oder privat unterkamen. Auch in Eilenburg soll es eine solche Institution geben.

Sechs Ehrenamtliche haben sich Anfang Januar im Kreisverband Eilenburg zusammengetan. „Um wirksam agieren zu können, brauchen wir aber unbedingt mehr Helfer", sagt Kathleen Pötzsch, die die Gruppe leitet. Von mindestens zwölf ist die Rede, jeder weitere sei aber umso besser. Spezielle Voraussetzungen seien nicht gefragt. Wichtig sei, dass es Freiwillige sind, die im Notfall auch verfügbar sind. „Also aus der freien Wirtschaft zum Beispiel. Uns ist natürlich klar, dass Feuerwehrleute oder THW-Kameraden in solchen Fällen sowieso im Einsatz sind", so Pötzsch. Sollte es zum Katastrophenfall kommen, wird das KAB über das Amt für Katastrophenschutz alarmiert und nimmt seine Arbeit auf. Ihm gehen von den unmittelbar am Katastrophenort Tätigen alle verfügbaren Informationen über Verletzte und Verbringungsorte zu, beziehungsweise werden solche Daten auch vor Ort selbst recherchiert. Die KAB-Mitarbeiter füllen dann Karteikarten aus und geben die Informationen in das Datenverarbeitungsprogramm Xenios ein. Andere Mitarbeiter nehmen die Suchanfragen nach dem gleichen Schema entgegen. „Irgendwo treffen sich adäquate Karteikarten oder der Computer stellt Übereinstimmungen fest. Die Aufgabe ist erfüllt. Das KAB unterhält eine Telefon-Hotline, beziehungsweise beantwortet Suchanfragen per Mail und via Internet", erklärt Pötzsch das Prozedere.

Interessenten absolvieren neben einer DRK-Grundausbildung auch einenKAB-Grundlehrgang. Auch die Verwendung des Datenverarbeitungsprogramms wird geschult. Bei regelmäßig stattfindenden Treffen der KAB-Mitglieder wird das erworbene Wissen vertieft und auch schon mal ein Einsatz geübt. So ist eine Übung gemeinsam mit den Verbänden in Delitzsch und Torgau geplant. Denn auch im Ernstfall werde es nur mit dieser Zusammenarbeit gehen.„Interessenten sollten nicht zögern, sich uns anzuschließen", bittet Kathleen Pötzsch. „Im Einsatzfall benötigen wir Leute für verschiedenste Aufgaben, zum Beispiel für das Ausfüllen der Karteikarten und das Eingeben der Daten in den Computer. Computerkenntnisse sind dabei aber keine Voraussetzung, da auch Leute fürs Telefonieren und andere Umfeldaufgaben dringend gebraucht werden."

 

@Kontakt: Kathleen Pötzsch, Tel.: 03423/659977 oder Handy

0151/22929489 oder E-Mail: KAB@drk-eilenburg.de

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