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Funkstille bei den Eilenburger Heinzelmännchen

Kunstinstallation Funkstille bei den Eilenburger Heinzelmännchen

Bis zum Jahresende soll beim jüngsten Eilenburger Kunstobjekt, dem Lauschberg auf dem Burgberg, ein Wackelkontakt beseitigt werden. Besucher bedauern, dass die Geräusche der Heinzelmännchen aus dem Innern des Berges, die über Trichter wahrgenommen werden können, schon kurz nach der Einweihung des Objektes nicht mehr zu hören sind.

Das Lauschberg-Kunstprojekt auf dem Eilenburger Berg funktioniert zurzeit nicht richtig.

Quelle: Wolfgang Sens LVZ

Eilenburg. „Geräusche für die Ewigkeit“ hatte die Eilenburger Stadtverwaltung jüngst euphorisch eine Information zum jüngsten Kunstobjekt auf dem Burgberg betitelt. Doch was ist schon für immer und ewig? Der Lauschberg jedenfalls funktioniert nicht mehr richtig oder nur noch sporadisch, stellten Besucher des Berges, eines der Wahrzeichen der Muldestadt, fest. In der Technik sei ein Wackelkontakt, der bis Ende des Jahres behoben werden soll, ließ die Pressestelle des Rathauses auf Nachfrage wissen.

Bekanntlich gaben Zehnjährige der Evangelischen Grundschule Cultus plus dem Kunstprojekt Lauschberg des Chemnitzer Künstlers und Designers Michael Stapf ihre Stimme. Die Installation erhielt erst im Sommer auf dem Schlossberg ihren Platz. Der Hügel aus Metall verfügt über sieben Hör-Rohre und wurde dort aufgebaut, wo, so die Legende, die bekannte Heinzelmännchensage ihren Ursprung hat. Über die Trichter können, sollte es (wieder) klappen, verschiedene Geräusche der „Heinzelmännchen“ wahrgenommen werden – inklusive der von den Kindern gesprochenen Originalsage der Gebrüder Grimm.

Projekt fördert die Fantasie

Marco Wenk, Lehrer an der Grundschule Cultus plus – lieferte die Stadtverwaltung dieser Tage noch weitere Details – betreute das Projekt mit 16 Kindern der 3. und 4. Klasse sowie den Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanälen (SAEK). Gemeinsam wurden zwölf verschiedene Tonspuren aufgenommen – vom Getrippel der Heinzelmännchenfüße über leises Singen bis zu den Hochzeitsglocken. „Zu Beginn konnten sich die Kinder nicht vorstellen, was genau hinter dem Projekt steckt. Doch nachdem das SAEK-Team in der Schule gewesen war, schwappte die Begeisterung schnell über“, erinnerte sich Marco Wenk an die ersten Treffen. Auch für ihn sei es eine spannende Erfahrung gewesen zu erleben, wie die Kinder mit dem Aufnahmegerät experimentierten und Geräusche in ihrem Alltag irgendwann allein aufnahmen. „Ein Prinzip unserer Schule ist es, bei den Kindern Neugier für das Lernen zu wecken. Das ist mit diesem Projekt besonders gut gelungen. Die Schüler haben die Geräuschideen ganz allein entwickelt“, so der Lehrer anerkennend.

Ein Blick zurück auch in 50 Jahren

Cultus plus konnte sich mit der Bewerbung für die Lauschberg-Geräusche gegen mehrere andere Schulen durchsetzen. Das nächste Medienprojekt ist hier schon geplant. „In 20, 30 oder vielleicht 50 Jahren gehen die Kinder der Evangelischen Grundschule mit ihren Nachkommen auf den Burgberg. Dort können sie dann eine Reise in ihre Vergangenheit machen – und ihre Kinderstimmen im Lauschberg hören“, so die Hoffnung auf ein Stück Ewigkeit.

Von Karin Rieck

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